Langlebige Güter gefragt
Auftragsbücher in US-Industrie füllen sich zunehmend

Die steigende Nachfrage nach langlebigen Gebrauchsgütern sorgt bei den US-Industrieunternehmen wieder für vollere Auftragsbücher.

Reuters WASHINGTON. Die Neubestellungen legten in Juni stärker als erwartet zu. Die am Montag veröffentlichten Daten des Handelsministeriums deuten wie jüngste andere Statistiken darauf hin, dass es im krisengeschüttelten Verarbeitenden Gewerbe der weltgrößten Volkswirtschaft langsam wieder aufwärts geht. Die US-Aktienmärkte und der Dollar reagierten zunächst kaum auf die Auftragsdaten.

Das Volumen der eingegangenen Bestellungen habe im Juni zum Vormonat um 1,7 % zugelegt, teilte das Ministerium in Washington mit. Analysten hatten demgegenüber mit einem geringeren Anstieg um 1,5 % gerechnet. Im Mai war der Auftragseingang noch um lediglich 0,3 % gestiegen.

Besonders stark beschleunigte sich die Nachfrage nach kostspieligen langlebigen Gebrauchsgütern mit einer üblichen Nutzungsdauer von mindestens drei Jahren, wozu etwa Autos und Kühlschränke zählen. Hier ergab sich ein deutliches Auftragsplus von 2,6 % - der stärkste Anstieg seit Juli 2002. Bei relativ kurzlebigen Gütern stiegen die Neubestellungen um lediglich 0,7 %.

Die Orders bei Anlagegütern kletterten um 4,8 %. Ohne Rüstungsgüter und Flugzeuge lag das Plus allerdings bei lediglich 1,7 %. Viele Volkswirte betrachten diese Kenngröße als Gradmesser für die künftige Investitionstätigkeit der Unternehmen. Hier ist nach Auffassung von Experten noch eine kräftige Belebung notwendig, damit es zu einem nachhaltigen Wirtschaftsaufschwung kommt. In den USA wird weithin mit einem spürbaren Anziehen der Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte gerechnet.

Die allmähliche wirtschaftliche Erholung in den USA bringt langsam auch die krisengeschüttelte Industrie auf Touren. Der Wirtschaftssektor verzeichnete im Juli dank eines starken Neugeschäfts erstmals seit Beginn des Irak-Kriegs wieder ein Wachstum, wie bereits am Freitag der Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager gezeigt hatte. Am Arbeitsmarkt schlägt sich diese Entwicklung aber bislang nicht nieder.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%