Lebenshaltungskosten
Heizöl und Lebensmittel verteuern sich

Teurere Energie und Lebensmittelpreise haben die Lebenshaltungskosten wohl so stark in die Höhe getrieben wie seit Oktober 2008 nicht mehr. Experten gehen davon aus, dass der Preisdruck in den nächsten Monaten weiter zunimmt.
  • 0

HB BERLIN. Die Lebenshaltungskosten stiegen zwischen 1,1 und 1,7 Prozent verglichen mit dem Vorjahr, wie die Statistischen Landesämter Bayerns, Baden-Württembergs, Sachsens, Hessens, Nordrhein-Westfalens und Brandenburgs am Freitag mitteilten. Noch im Laufe des Tages legt das Statistische Bundesamt seine Preisdaten vor. Experten rechnen damit, dass die Lebenshaltungskosten stärker steigen als im Vormonat - das wäre damit der höchste Preisanstieg seit gut zwei Jahren.

"Es scheint zum Herbst hin ein Preisschub zustande gekommen zu sein", sagte Stephan Rieke von der BHF-Bank. Vor allem Energie und Lebensmittel kosteten spürbar mehr als vor Jahresfrist, Heizöl kostete etwa ein Fünftel mehr als im November 2009. Saisonabhängige Nahrungsmittel verteuerten sich in Hessen um knapp 15 Prozent. Doch auch für Bekleidung und Schuhe oder den Besuch in einer Gaststätte mussten die Verbraucher mehr zahlen als im Vorjahr.

Verglichen mit dem Oktober lag die Teuerung zwischen Null und 0,3 Prozent und damit ebenfalls über den Erwartungen der Analysten. Auch hier schlugen Heizöl und andere Energieträger sowie Lebensmittel stärker zu Buche. Experten gehen davon aus, dass der Preisdruck in den nächsten Monaten weiter zunehmen dürfte. "Wir haben ein recht ordentliches konjunkturelles Umfeld mit steigender Binnennachfrage und möglicherweise Einkommenszuwächsen", sagte Rieke. "Das ist natürlich geeignet dafür, die Inflationsraten weiter anziehen zu lassen." Fachleute gehen davon aus, dass die Teuerung 2011 bei knapp unter zwei Prozent liegt und damit bei dem Wert, bei dem die Europäische Zentralbank (EZB) Preisstabilität gewährleistet sieht.

Kommentare zu " Lebenshaltungskosten: Heizöl und Lebensmittel verteuern sich"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%