Lebensmittelpreise
Uno empfiehlt nationale Nahrungsmittelreserven

Die Uno-Ernährungsorganisation FAO rechnet mit hohen und schwankenden Lebensmittelpreisen in nächsten zehn Jahren. Sie empfiehlt, Nationalreserven für Nahrungsmittel anzulegen. Jedoch sollten Panikkäufe vermieden werden.
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Paris, StockholmDie Lebensmittelpreise werden nach Einschätzung der Uno-Welternährungsorganisation FAO in den nächsten zehn Jahren hoch bleiben und großen Schwankungen ausgesetzt sein. FAO-Generaldirektor José Graziano da Silva empfahl den Staaten daher im Gespräch mit der Zeitung „Le Monde“, nationale Reserven für Grundnahrungsmittel anzulegen. „Um die Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten und sich Preiserhöhungen entgegenzustellen, sollte jedes Land eine Reserve haben, die den Bedarf von zwischen einer Woche und einem Monat abdeckt“, sagte der FAO-Chef.

Trotz der schwierigen Situation hob Graziano da Silva hervor, dass die Lage „völlig anders“ als in den Jahren 2007 und 2008 sei, als es wegen der steigenden Lebensmittelpreise in mehreren Ländern zu Hungerrevolten gekommen war. Dabei verwies er unter anderem darauf, dass der Preis beim Reis stabil sei. Auch sei die Zusammenarbeit zwischen den Ländern besser. Er sprach sich angesichts der schlimmen Dürre in den USA erneut auch dafür aus, die Produktion von Biosprit aus Mais auszusetzen.

Wegen der Dürre - nach Angaben der US-Regierung die schlimmste seit Jahrzehnten - ist der Preis für Mais seit Anfang Juni um 40 Prozent gestiegen. Die Ernte dürfte nach Einschätzung der US-Regierung dieses Jahr auf den tiefsten Stand seit sechs Jahren fallen.

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