Lebensmittelpreise
Weltbank rechnet mit Preisexplosion

Die Weltbank rechnet mit kräftigem Anstieg der Lebensmittelpreise im kommenden Jahr – Grund zur Sorge sind jedoch nicht drohende Missernten, sondern Spekulkanten.
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HB NEU DELHI. Weltbank-Präsident Robert Zoellick hat vor einem kräftigen Anstieg der Lebensmittelspreise gewarnt. Spekulationen in Agrarrohstoffe könnten angesichts weltweit niedriger Zinsen zunehmen und die Preise treiben, sagte Zoellick am Freitag in Neu-Delhi. „Ich bin ein wenig besorgt über die hohe Liquidität in den globalen Märkte“, sagte der Weltbank-Chef. „Das könnte zu Bewegungen hin zu landwirtschaftlichen Rohstoffen führen.“

Spekulationen hatten 2008 die Preise für zahlreiche Lebensmittelpreise auf Rekordhöhe getrieben, ehe die Finanzkrise die Blase platzen ließ. Experten befürchten, dass Investoren auf der Jagd nach hohen Renditen den Agrarsektor wieder ins Visier nehmen - angetrieben von niedrigen Leitzinsen und dem vielen Geld, das die Zentralbanken im Kampf gegen die Finanzkrise weltweit in die Wirtschaft gepumpt haben. „Es gibt Vorboten für potenzielle Gefahren im Jahr 2010“, sagte Zoellick.

Spekulationen um einen Angebotsengpasse hatten in dieser Woche den Preis für raffinierten Zucker auf ein Rekordhoch getrieben. Die in London gehandelten Terminkontrakte verteuerten sich auf 635 Dollar je Tonne, nachdem die indonesische Regierung den Kauf von bis zu 500.000 Tonnen Zucker angekündigt hatte. Börsianer rechnen zudem mit Käufen Indiens, das unter einer schlechten Ernte leidet.

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