Leichte Entspannung
Inflation geht zurück

Den Verbrauchern in Deutschland ist im August ein neuerlicher Teuerungsschub erspart geblieben. Der deutliche Ölpreis-Rückgang hat erstmals seit Monaten für eine leichte Entspannung in Deutschland gesorgt.

HB FRANKFURT. Darauf deuten veröffentlichte Zahlen aus mehreren Bundesländern hin. Demnach stiegen die Verbraucherpreise im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen im Jahresvergleich um 2,9 Prozent. Im Juli hatte die Inflationsrate noch 3,3 Prozent betragen. In Hessen lag die Teuerungsrate bei 3,4 Prozent, nach 3,7 Prozent im Juli. Für Rheinland-Pfalz gaben die Statistiker eine Inflationsrate von noch 3 Prozent im August an. Im Monat davor waren es 3,4 Prozent.

In Bayern betrug die Teuerungsrate 3,1 Prozent nach 3,3 Prozent im Juli. Auch in Baden-Württemberg schwächte sich der Anstieg der Verbraucherpreise leicht auf 3,2 Prozent ab. Im Vormonat hatte die Rate noch bei 3,3 Prozent gelegen. In Sachsen betrug der Index 3,3 Prozent. Gegenüber Juli gingen die Verbraucherpreise in allen sechs Bundesländern zurück.

Gegenüber Juli sanken vor allem die Preise für Heizöl um etwa 9 bis 11 Prozent. Kraftstoffe waren im August im Vergleich zum Vormonat zwischen 4,9 Prozent und 7,5 Prozent billiger. Im Vergleich zum Vorjahr müssten die Verbraucher für Heizöl und Kraftstoffe aber immer noch deutlich mehr zahlen. Das gilt auch für einige Nahrungsmittel wie Molkereiprodukte und Eier.

Experten der Commerzbank erklärten: "Ohne einen erneuten Preisschub am Ölmarkt dürfte der Hochpunkt der Teuerung vorerst hinter uns liegen, auch wenn die Nahrungsmittelpreise weiter kräftig zulegen und der zugrundeliegende Preisauftrieb wegen des stärkeren Lohnanstiegs anziehen dürfte."

Nach monatelangem Höhenflug hatte der Ölpreis Mitte Juli einen Rekordwert von mehr als 147 Dollar erreicht. Seither ist er auf Talfahrt. Am Mittwoch notierte das Barrel Rohöl zeitweise bei etwa 117,64 Dollar.

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