Leitzins auf Null drücken
OECD empfiehlt Draghi die nächste Zinssenkung

Die EZB strebt eine Inflationsrate von zwei Prozent an. Tatsächlich liegt sie in der Euro-Zone nur bei 0,7 Prozent – trotz historisch niedriger Zinsen. Die Experten der OECD fordern EZB-Chef Draghi auf, einzugreifen.
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BerlinDie Industriestaaten-Organisation OECD legt der EZB wegen der sehr niedrigen Inflation eine Zinssenkung nahe. „Der Europäischen Zentralbank raten wir, neue Maßnahmen zu ergreifen“, sagte der stellvertretende Generalsekretär Rintaro Tamaki bei der Vorstellung des Wirtschaftsausblicks. Auch große Konjunkturrisiken, hohe Arbeitslosigkeit und enorme Staatschulden machten dies notwendig, so die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Der Leitzins – zu dem sich Geschäftsbanken bei der EZB mit Geld eindecken können – solle von derzeit 0,25 auf null Prozent gedrückt werden. Banken, die Geld bei der EZB parken, sollten zudem mit einem Strafzins belegt werden. Sowohl der sogenannte Einlagezins als auch der Leitzins sollten „bis mindestens Ende 2015 auf diesem Niveau belassen werden“. Das könnte dazu beitragen, „die Kreditzinsen der Banken zu verringern und somit das Wachstum anzukurbeln“.

Reiche das nicht aus, um die Inflationsrate näher an die gewünschte Zielmarke von zwei Prozent zu schieben, seien zusätzlich außergewöhnliche Maßnahmen notwendig. Vorstellbar seien Geldspritzen für Banken zu extrem günstigen Konditionen. „Ankäufe von Staats- oder Unternehmensanleihen oder Programme zur Förderung der Kreditvergabe der Banken an den privaten Nichtfinanzsektor wären ebenfalls denkbar.“

Derzeit liegt die Teuerungsrate in der Euro-Zone nur bei 0,7 Prozent, während die EZB einen Wert von knapp zwei Prozent anstrebt. Deren Chef Mario Draghi hat bereits grundsätzlich die Bereitschaft zu einem erneuten Eingreifen signalisiert. Mit einer Änderung der Geldpolitik rechnen die meisten Experten aber bei der nächsten EZB-Ratssitzung an diesem Donnerstag aber nicht.

Die OECD rechnet in diesem Jahr mit einer Teuerungsrate von 0,7 Prozent in der Euro-Zone. 2015 soll sie auf 1,1 Prozent steigen, aber immer noch weit unter der Zwei-Prozent-Marke verharren. Die Euro-Zone bleibt dabei das ökonomische Sorgenkind. Für die 34 OECD-Länder erwartet die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung 2015 ein Wachstum von 2,8 Prozent. In den Ländern der Euro-Zone sollen es 1,7 Prozent werden, in Deutschland 2,1 Prozent.

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  • Das total verblödete Wahlvolk enteignet sich selbst.
    Gut so!
    Ich möchte nicht wissen, wieviele der Kommentatoren,
    bei der letzten Bundestagswahl den etablierten Parteien
    ihre Stimme gaben. Jammert nur weiter!

  • Jeder Bürger sollte sich vor der EU-Wahl im Klaren darüber sein, dass die Politik der Blockparteien über die EU und EZB die privaten Sparvermögen und Altersvorsorgevermögen massiv entwertet und somit beraubt haben. Das ist ein eiskalter, dummer und frecher Vorgang, der die Mitbürger massiv treffen wird. Allein das ist schon ein wichtiger Grund, keine der Blockparteien mehr zu wählen. Sie haben alle gemeinsam das Desaster zu verantworten. Bei der EU-Wahl gibt es gute Alternativen!

  • Es geht nicht allein um die Sparer. Es geht um die nicht weniger als um die Altersvorsorge schlechthin.

    Wenn es hier eine Solidarität gibt, dann ist ist sie einzufordern. Die Pensionäre sind ebenfalls zur Kasse zu bitten!

    Ausgerechnet die, die nie Altersvorsorge betrieben haben, sind die Gewinner des Systems.

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