Leitzinsentscheidung: Japanische Notenbank hält die Füße still

Leitzinsentscheidung
Japanische Notenbank hält die Füße still

Die japanische Notenbank will offenbar abwarten, wie sich die US-Wirtschaft und der Yen entwickeln. Wohl deshalb beließ sie ihren Leitzins trotz massiver Wirtschaftsgefahren unverändert.
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TOKIO. Das Gremium entschied heute, den Zins, zu dem sich die Banken im Land Geld leihen können, weiter bei 0,1 Prozent zu belassen. Damit widersteht sie einer in Politik und Wirtschaft oft diskutierten weiteren Aufweichung ihrer Geldpolitik.

Grund für diese Entscheidung ist, dass die Männer um Notenbank-Chef Masaari Shirakawa zunächst abwarten wollen, wie sich die US-Wirtschaft und der Yen entwickeln, nachdem die Notenbank erst vor ein paar Tagen ein Sonderkreditprogramm ausgeweitet und die Regierung ein Konjunkturprogramm angekündigt hatten. Die Bank von Japan ließ zugleich auch das Sonderkreditprogramm unangetastet, dass um 10 Billionen Yen auf 30 Billionen Yen aufgestockt worden war. Die Bank betonte, dass man "angemessene" Maßnahmen ergreifen werde, wenn diese "notwendig werden". Die Daten zeigten jedoch eine "moderate Erholung" der Wirtschaft.

Japans Exportwirtschaft leidet seit Monaten unter einem ständig stärker werdenden Yen. Die heimischen Unternehmen sind teilweise bereits dazu übergegangen, die Preise im Ausland anzuheben oder bestimmte Waren vollständig im Ausland zu fertigen. Zudem macht Japan die Deflation zu schaffen. Der beständige Verfall der Preise führt im Ergebnis zu niedrigeren Gewinnen, Pleiten und steigender Arbeitslosigkeit.

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