Liquidität
Südkoreas Notenbank druckt Geld für Hilfsfonds

Die südkoreanische Notenbank pumpt mehr Liquidität in die gelähmten Kreditmärkte und wirft dafür auch die Geldpresse an. Analysten werten das als Zeichen, wie groß die Angst im Lande vor einer Rezession und Deflation ist.

HB SEOUL. Die Hälfte des geplanten Regierungsfonds für angeschlagene Unternehmen werde von der Zentralbank aufgebracht, erklärte Vize-Gouverneur Lee Ju Yeol am Montag nach einer Krisensitzung. „Die Bank of Korea wird neues Geld drucken, um ihren Beitrag zu finanzieren.“

Die Regierung der viertgrößten Volkswirtschaft Asiens will umgerechnet rund 5,3 Milliarden Euro bereitstellen, um Schuldanleihen von Unternehmen und Banken zu übernehmen, die kein Geld mehr am Markt bekommen. Die Entscheidung der Notenbank galt in Südkorea als klares Signal, dass der Staat bereit ist, angesichts des abrupten Abschwungs noch mehr Geld in den Anleihemarkt zu pumpen. „Das Versprechen, Geld zu drucken, zeigt, wie schwer die Kreditkrise ist, sagten Analysten. „Die Angst vor einer Rezession und Deflation ist so groß, dass sich die Politik entschieden hat, das Feuer zu löschen, ohne sich zuviel Sorgen darüber zu machen, welche Konsequenzen eine Überflutung des Marktes hat.“

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