Lohnkosten stiegen stärker
US-Produktivität ist langsamer gewachsen

Die Produktivität der US-Wirtschaft ist im dritten Quartal langsamer gewachsen als zunächst angenommen. Zugleich stiegen die Lohnkosten etwas stärker als erwartet an.

HB WASHINGTON. Wie das Arbeitsministerium in Washington auf Basis endgültiger Berechnungen mitteilte, stieg die Produktivität der US-Unternehmen zum Vorquartal auf das Jahr hochgerechnet um 1,8 Prozent nach einem Plus von 3,9 Prozent im Vorquartal. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt einen Anstieg der Produktion je Arbeitsstunde von 2,0 Prozent vorausgesagt. Die vorläufigen Berechnungen des Ministeriums hatten zunächst ein Wachstum von 1,9 Prozent ergeben.

Insgesamt wuchs die Produktivität so langsam wie seit dem vierten Quartal 2002 nicht mehr. Die Löhne hielten mit dem Produktivitätswachstum Schritt. Die Lohnkosten je produzierter Einheit (Lohnstückkosten) - ein Maßstab für den Einfluss der Löhne auf die Inflationsentwicklung - stiegen ebenfalls um 1,8 Prozent nach plus 1,9 Prozent im Vorquartal. Von Reuters befragte Analysten hatten hier mit einem Anstieg um 1,5 Prozent gerechnet. Die vorläufigen Berechnungen des Ministeriums hatten plus 1,6 Prozent ausgewiesen. Die gestiegenen Lohnkosten dürften die Erwartungen an den Finanzmärkten stützen, dass die US-Notenbank Fed an ihrer Strategie maßvoller Zinserhöhungen festhalten und den Leitzins am 14. Dezember um 25 Basispunkte auf 2,25 Prozent erhöhen wird.

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