Lohnstrukturen
Globalisierungsgewinner müssen flexibel sein

Um von der Globalisierung profitieren zu können, sind flexible Lohnstrukturen essenziell. Das ist die Kernbotschaft eines Aufsatzes der European Economic Advisory Group (EEAG). Deutschland dient den Ökonomen in dem Aufsatz sowohl als positives wie auch als negatives Beispiel.

doh FRANKFURT. In der 2002 vom Münchener CES-Ifo initiierten Gruppe haben sich sieben europäische Ökonomen zusammengeschlossen. Die EEAG versteht sich als privater Sachverständigenrat und legt einmal jährlich ein Gutachten vor – in diesem Jahr Ende Februar. Das Kapitel „Die Effekte der Globalisierung auf den westeuropäischen Arbeitsmarkt – Fluch oder Segen“ liegt dem Handelsblatt exklusiv vor.

Für Arbeitnehmer aus Ländern, die der Globalisierung den Markteintritt verdanken, falle die Antwort eindeutig aus, sagt Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn im Gespräch mit dem Handelsblatt: „Für sie ist die Globalisierung ein Segen.“ Die Arbeitnehmer westlicher Industrieländer könnten von der zunehmenden internationalen Arbeitsteilung allerdings nur profitieren, wenn sie hoch qualifiziert seien. Wer nur einfache Arbeit anzubieten habe, gehöre eher zu den Verlierern.

Deutschland dient den EEAG-Ökonomen in dem Aufsatz sowohl als positives wie als negatives Beispiel. Der Abbau der Arbeitslosigkeit hatte im vergangenen Jahr die so genannte Sockelarbeitslosigkeit erreicht: Seit Mitte der 70er-Jahre waren in jedem Wirtschaftsaufschwung zwar Jobs geschaffen worden – aber stets weniger, als im vorhergehenden Abschwung verloren gegangen waren. Dass dieser Trend zuletzt durchbrochen wurde, ist laut Sinn der Agenda 2010 zu verdanken. „Die Erfolge der Reform beweisen, wie wichtig Lohnflexibilität für den Arbeitsmarkt ist“, sagt er.

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