Märkte erwarten restriktivere Zinspolitik in den USA
Greenspan sieht Ende des Immobilienbooms

US-Notenbankchef Alan Greenspan hat vor einem Ende des Immobilienbooms in den USA mit möglichen Folgen für die US-Konjunktur gewarnt.

mak FRANKFURT/M. „In der näheren Zukunft wird sich der Boom am Immobilienmarkt unweigerlich abschwächen“, sagte Greenspan am Wochenende bei dem jährlichen Treffen der Notenbanker in Jackson Hole, Wyoming. Die Konferenz stand unter dem Motto „Die Greenspan-Ära: Lektionen für die Zukunft“. Greenspan geht im Januar nach 18 Jahren an der Spitze der Federal Reserve (Fed) in den Ruhestand.

US-Staatsanleihen gaben nach Greenspans Äußerungen leicht nach, wobei der Rückgang bei den zweijährigen Bonds stärker ausfiel als bei den zehnjährigen. Am Markt bildete sich die Meinung, die Zinspolitik der Fed könnte restriktiver ausfallen als bisher erwartet, um eine „weiche Landung“ am Immobilienmarkt sicherzustellen. Im Juni hatte der geldpolitische Ausschuss der Fed allerdings noch erklärt, die Zinspolitik nicht gegen die Hauspreisentwicklung einzusetzen.

Greenspan schließt nicht aus, dass die Häuserpreise sogar sinken werden. Das beeinträchtige den Zuwachs an Vermögenswerten und folglich die Stärke des privaten Konsums, sagte der Fed-Chef. Die Schätzungen über die Auswirkungen auf den private Verbrauch gingen allerdings weit auseinander. Ob die Anpassung schwierig werde, hänge von dem Grad der Flexibilität der USA und ihrer Handelspartner ab. Die positiven Folgen könnten ein kräftiger Anstieg der Sparquote, ein Rückgang der Importe und damit ein Abbau des US-Leistungsbilanzdefizits sein.

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