März-Daten
Industrie produziert mehr und treibt Gesamtwachstum

Die deutsche Industrie hat ihre Produktion im März noch ein wenig stärker hochgefahren und dürfte zum Jahresanfang das gesamte Wirtschaftswachstum angeschoben haben. Einbußen musste jedoch das Baugewerbe hinnehmen, für das die übliche Frühjahrsbelebung wegen des milden Winters ausfiel.

HB BERLIN. Die Firmen stellten saisonbereinigt 0,3 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Dienstag mitteilte. In den ersten drei Monaten des Jahres kletterte die Produktion um 2,2 Prozent gegenüber zu Ende 2006. Das Ministerium sprach von einer dynamischen Entwicklung. „Die Industrie boomt weiter und bleibt damit der wichtigste Impulsgeber für die Gesamtwirtschaft“, betonten Experten der Commerzbank.

Die Hersteller von Vorleistungsgütern verzeichneten im März mit 1,1 Prozent das kräftigste Wachstum. Bei Konsumgütern lag das Plus bei 0,9 Prozent. Hersteller von Investitionsgütern wie Maschinen und Fahrzeuge verzeichneten ein Minus von 0,8 Prozent.

Das Produzierende Gewerbe insgesamt, zu dem neben der Industrie der Bausektor und die Energiewirtschaft gehören, stellte 0,1 Prozent weniger her. Die gute Auftragslage und der Optimismus der Firmen deuten nach Ansicht des Ministeriums auf einen anhaltenden Aufwärtstrend hin. Das Baugewerbe verbuchte im März ein Minus von 6,5 Prozent. Die Branche habe zuletzt von dem guten Wetter profitiert, deshalb falle nun die Frühjahrsbelebung geringer aus, erklärte das Ministerium. Der Energiesektor stellte 0,4 Prozent mehr her.

Fachleute wie Fabienne Riefer von der Postbank gehen davon aus, dass das Produzierende Gewerbe im ersten Quartal die gesamte Wirtschaft angeschoben hat. Die Voraussage des Bruttoinlandsproduktes (BIP) stellt viele Volkswirte nicht zuletzt wegen der Mehrwertsteuererhöhung vor ein Rätsel. „Der private Konsum dürfte schwach sein und der Außenbeitrag das Wachstum dämpfen, aber wir hatten wohl einen kräftigen Lageraufbau“, sagte Lutz Karpowitz von der BayernLB. Wie andere von Reuters befragte Experten erwartet er ein BIP-Plus von 0,3 Prozent. „Aber die Berechnung ist diesmal so schwierig wie noch nie.“

»  Wie die Märkte auf die Daten reagieren

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%