März-Daten
Teurer Sprit treibt die Preise in den USA

Die US-Verbraucherpreise sind im März wegen höherer Treibstoffkosten so stark gestiegen wie seit fast einem Jahr nicht mehr. Dass indes die so genannte Kernrate niedriger ausfiel als erwartet, sorgte an den Märkten für Entspannung. Überraschend gesunken ist die Industrieproduktion.

HB WASHINGTON. Insgesamt zogen die Preise wie von Analysten erwartet zum Vormonat um 0,6 Prozent an nach einem Anstieg um 0,4 Prozent im Februar. Das teilte das US-Arbeitsministerium am Dienstag mit. Der Anstieg im März war der höchste seit einem Plus von 0,6 Prozent im vergangenen April. Benzin verteuerte sich um 10,6 Prozent nach einem Anstieg von 0,3 Prozent im Februar.

In der so genannten Kernrate - ohne Energiekosten und andere schwankungsanfällige Bereiche - legten die Preise um 0,1 Prozent zum Vormonat zu. Volkswirte hatten 0,2 Prozent erwartet. Dies sorgte an den Märkten für Erleichterung, da der Inflationsdruck damit Analysten zufolge offenkundig geringer ist als befürchtet.

Die Produktion in der US-Industrie ging im März überraschend zum Vormonat um 0,2 Prozent zurück. Das teilte die US-Notenbank Fed mit. Volkswirte hatten im Schnitt damit gerechnet, dass die Gesamterzeugung der Fabriken, Bergwerke und Energieversorger um 0,1 Prozent zunahm. Grund für das Minus war ein starker 7,0-prozentiger Rückgang der Produktion der Energieversorger nach einem kräftigen Zuwachs im Vormonat.

Die Produktion im verarbeitenden Gewerbe nahm im März um 0,7 Prozent zu. Gegenüber Februar bedeutet das eine Beschleunigung (damals plus 0,1 Prozent). Allein die Produktion langlebiger Güter stieg um 0,9 Prozent.

Für Februar revidierte die Fed das Produktionswachstum leicht nach unten: Das Plus lag nun bei 0,8 Prozent. Zuvor hatte die Fed einen Anstieg um 1,0 Prozent vermeldet. Die Kapazitätsauslastung - ein wichtiger Faktor für die Geldpolitik der US-Notenbank - fiel im März auf 81,4 Prozent von 81,6 Prozent im Februar. In der Industrie alleine (exklusive Versorger) erhöhte sich die Kapazitätsauslastung von 79,7 auf 80,1 Prozent.

»  Wie die Märkte auf die Daten reagieren

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