März-Zahlen
Großhandelspreise mit kräftigem Minus

Die Preise im deutschen Großhandel sind im März so stark gefallen wie seit 22 Jahren nicht mehr. Sie sanken um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte.

HB BERLIN. Das war der stärkste Rückgang seit Januar 1987 (-8,6%). Verantwortlich dafür war der Preisrutsch bei Energie und Nahrungsmitteln. Benzin und weitere Mineralölerzeugnisse sowie feste Brennstoffe wie Kohle verbilligten sich um 21,4 Prozent. Getreide, Rohtabak, Saaten und Futtermittel kosteten 42,6 Prozent weniger. Milch, Milchprodukte, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette waren zehn Prozent günstiger zu haben.

Im Vergleich zum Vormonat sanken die Großhandelspreise um 0,9 Prozent. Das war bereits der achte Rückgang in Folge. Von Reuters befragte Analysten hatte mit einem Rückgang von 0,3 Prozent gerechnet.

Die Preise im Großhandel gelten als Indikator für die künftige Inflationsentwicklung, weil der Einzelhandel und andere Abnehmer Preisveränderungen teilweise an die Verbraucher weiterreichen. Die Inflationsrate war im März mit 0,5 Prozent auf den tiefsten Stand seit rund zehn Jahren gefallen. Fachleute erwarten, dass die Preise in den kommenden Monaten sogar fallen werden.

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