Märzzahlen
Weniger Aufträge für deutsches Baugewerbe

Das deutsche Bauhauptgewerbe hat im März preisbereinigt erneut weniger Aufträge erhalten als im Vorjahresmonat.

HB WIESBADEN. Das krisengeschüttelte Baugewerbe muss weiter auf die erhoffte Trendwende warten. Im ersten Quartal 2004 gingen preisbereinigt 2,8 % weniger Aufträge ein als im Vorjahreszeitraum, berichtete das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden. Die positive Entwicklung des Monats Februar habe sich nicht fortgesetzt. „Die Euphorie kam zu früh, der Baukonjunktur geht es weiter schlecht“, sagte ein Statistiker. „Eine Trendwende ist nicht in Sicht“, hieß es vom Bundesamt.

Im Februar hatte die Branche erstmals seit fast zwei Jahren ein Auftragsplus von 2,5 % verzeichnet. Im März lag der Auftragseingang allerdings schon wieder um 3,6 % niedriger als im März 2003. Grund dafür sind nach Ansicht der Statistiker fehlende Großprojekte und staatliche Aufträge.

Im ersten Quartal war das Auftragsminus im Tiefbau mit 6,8 % im Vergleich zum Vorjahresquartal besonders stark. „Zum Tiefbau gehört vor allem der Straßenbau, der abhängig von staatlichen Aufträgen ist. Die bleiben aus, weil die öffentlichen Kassen leer sind“, sagte der Statistiker. Der Hochbau verzeichnete in den ersten drei Monaten ein leichtes Plus von 0,5 %.

Auch der Beschäftigungsabbau setzte sich seit Jahresbeginn beschleunigt fort. Ende März waren 728 000 Menschen in größeren Betrieben des Hoch- und Tiefbaus beschäftigt, das waren 78 000 (minus 9,7 %) weniger als vor einem Jahr.

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