Mai-Daten
Bauaufträge erstmals in diesem Jahr gesunken

Die Nachfrage nach Bauleistungen in Deutschland hat im Mai erstmals in diesem Jahr nachgelassen. Im Juni dürften die Geschäfte einer Umfrage unter 250 Unternehmen zufolge aber erneut schlechter gelaufen sein.

HB WIESBADEN. Das Baugewerbe erhielt preisbereinigt 3,1 Prozent weniger Aufträge als vor einem Jahr, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Im Tiefbau fiel der Rückgang mit fünf Prozent kräftiger aus als im Hochbau mit 1,1 Prozent. Der Umsatz schrumpfte um 8,2 Prozent auf knapp 6,5 Milliarden Euro. Die Zahl der Beschäftigten ging um 21 000 oder drei Prozent auf 699 000 zurück.

Trotz des schwachen Monats erhielten die Baufirmen von Januar bis Mai 4,3 Prozent mehr Aufträge als im Vorjahreszeitraum. Auch der Umsatz legte mit 7,9 Prozent auf rund 26 Milliarden Euro deutlich zu. Bei den Beschäftigten gab es ein Plus von 1,6 Prozent.

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) hatte Ende Juni seine Prognose für das Umsatzwachstum für dieses Jahr auf fünf Prozent angehoben. „Das ist beileibe kein Zwischenhoch, es ist ein stabiler Aufschwung“, sagte HDB-Präsident Hans-Peter Keitel. Die Aufträge reichten teilweise bis weit ins nächste Jahr hinein.

Die Umfrage ergab ein anderes Bild: Besonders im Wohnungs- und im Tiefbau berichteten die Firmen von Rückgängen, wie das Forschungsinstitut NTC kürzlich mitteilte. Dem Wohnungsbau macht die höhere Mehrwertsteuer und das Ende der Eigenheimzulage zu schaffen.

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