Mai-Index
US-Verbraucher zuversichtlicher

Die Stimmung unter den US-Verbrauchern hat sich im Mai überraschend deutlich aufgehellt.

HB WASHINGTON. Wie der Conference Board am Dienstag berichtet, stieg der Index des Verbrauchervertrauens auf 102,2 Punkte. Volkswirte hatten einen Stand von lediglich 96,0 prognostiziert. Für den Vormonat war zunächst ein Wert von 97,7 ausgewiesen worden, der nun auf 97,5 korrigiert wurde.

Der Index für die Erwartungen wurde für Mai mit 92,5 (Vormonat revidiert: 86,7; vorläufig: 87,2) angegeben. Der Index für die Einschätzung der gegenwärtigen Situation erhöhte sich auf 116,7 (Vormonat revidiert: 113,8; vorläufig: 113,6).

Volkswirte zeigen sich am Dienstag positiv überrascht von dem Ausweis zum US-Verbrauchervertrauen. Mit ausschlaggebend für die Stimmungsverbesserung dürften die rückläufigen Benzinpreise sein, urteilt die BayernLB. Die Benzinpreise hätten Ende Mai im Durchschnitt gut 6% niedriger gelegen als Mitte April, so Patrick Franke von der Commerzbank. Neben der Benzinpreisentwicklung habe sich die Stimmung aufgrund der gestiegenen Aktienkurse sowie der deutlichen Zunahme der Beschäftigung aufgehellt, heißt es von der Bayern LB weiter.

Bei den geplanten Ansschaffungen habe sich die bessere Stimmung aber nur teilweise widergespiegelt, so die Erste Bank. Der Prozentsatz derjenigen, die während der nächsten sechs Monate planen, ein Auto zu kaufen, habe zwar den höchsten Wert seit Oktober vergangenen Jahres erreicht. Bei der Anschaffung von Eigenheimen sei aber ein Rückgang der Kaufwilligen auf den niedrigsten Stand seit Anfang des Jahres ausgewiesen worden, so die zuständige Volkswirtin.

Nach Angaben der Commerzbank zeigten sich aber in der Vergangenheit ohnehin weder bei der Erwartungskomponente noch bei den Kaufabsichten eine verlässliche Korrelation zum privaten Verbrauch. Lediglich die Komponente zur aktuellen Situation habe einen Gleichlauf zu den Konsumausgaben. Sie gehen trotz der positiven Entwicklung der entsprechenden Subkomponente beim US-Verbrauchervertrauen im Mai davon aus, dass sich der Anstieg der Energiepreise im zweiten Quartal dämpfenden auf den privaten Verbrauch auswirken werden. Sie rechnen sogar mit einer etwas geringeren Dynamik als im ersten Quartal.

Die BayernLB hält es ebenfalls für verfrüht, aufgrund der positiven Entwicklung beim US-Verbrauchervertrauen von "einer generellen Wende zum Besseren zu sprechen". Das gesamtwirtschaftliche Wachstum dürfte aber über der Potenzialrate bleiben, so die Commerzbank.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%