Markit-Einkaufsmanagerindex
Abschwung in Euro-Zone verlangsamt sich

Der Abschwung in der Industrie der Eurozone hat sich im März etwas abgeschwächt. Zwar schränkten die Firmen ihre Produktion erneut ein. Der Rückgang war aber so gering wie seit fünf Monaten nicht mehr, wie aus dem Markit-Einkaufsmanagerindex hervorgeht.

HB BERLIN. Das wecke Hoffnungen, dass der stärkste Absturz überstanden sein könnte, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Dennoch dürfte die Industrieproduktion auf Jahressicht um einen zweistelligen Prozentsatz einbrechen, auch fielen weiter Arbeitsplätze weg. "Das deutet an, dass die Rückkehr zu Wachstum in dem Sektor weit in der Zukunft liegt", sagte Williamson zu der Umfrage unter etwa 3000 Firmen.

Das Barometer stieg auf 33,9 Punkte, nachdem es im Februar noch ein Rekordtief von 33,5 Zählern erreicht hatte. In einer ersten Schätzung wurde ein etwas kräftigerer Anstieg auf 34 Punkte vorhergesagt. Damit ist der Index aber immer noch weit von der Wachstumsschwelle von 50 Zählern entfernt. Besonders tief in der Rezession stecken die Hersteller von Autos, Maschinen oder anderen Investitionsgütern, während bei den Konsumgüterherstellern der Rückgang vergleichsweise moderat ausfiel. Um Überkapazitäten abzubauen und die Kosten zu senken, strichen die Firmen bereits den zehnten Monat in Folge Stellen - der Arbeitsplatzabbau erfolgte in Rekordgeschwindigkeit.

Anzeichen für eine Stabilisierung waren dagegen beim Auftragseingang sichtbar. Zwar gingen die Bestellungen weiter zurück, das Minus war aber sowohl beim Export als auch im Inland so gering wie seit Oktober nicht mehr. Das entsprechende Barometer für den Auftragseingang stieg auf 30,9 von 28,2 Zählern im Februar und damit noch stärker als in einer ersten Schätzung angenommen. Zudem geht aus den Daten hervor, dass insbesondere die Inlandsnachfrage zurückging, während der Rückgang der Bestellungen aus dem Ausland geringer ausfiel.

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