Markit-Umfrage
Euro-Industrie kommt nicht vom Fleck

Die Industrie der Länder der Eurozone lässt kein Licht am Ende des Tunnels erahnen. Zu Beginn der zweiten Jahreshälfte wächst die Euro-Industrie kaum noch – und Frankreich hinkt hinterher.
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BrüsselZu Beginn des zweiten Halbjahres wächst die Industrie in der Euro-Zone kaum noch. Das Neugeschäft legte im August so schwach zu wie seit gut einem Jahr nicht mehr, wie am Montag aus einer Markit-Umfrage unter rund 3000 Betrieben hervorgeht. „Die negativen Folgen der zunehmenden wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten werden immer deutlicher sichtbar“, sagte Markit-Ökonom Rob Dobson. Der Einkaufsmanagerindex sank zum Juli um 1,1 auf 50,7 Punkte, blieb aber noch oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Allerdings fiel das Barometer auf den tiefsten Stand seit Juli 2013. Der Industriesektor der Eurozone hat weiter an Triebkraft verloren“, sagte Dobson. Während es in Irland so kräftig nach oben ging wie seit Ende 1999 nicht mehr, hinkt Frankreich seinen Euro-Partnern deutlich hinterher. Die dortige Industrie musste die stärksten Einbußen seit Mai 2013 hinnehmen.

Dass auch der Industriemotor Deutschland an Drehmoment verloren hat und auch Spanien und die Niederlande einen Dynamikverlust erlitten haben, ist ebenfalls alles andere als ermutigend“, fügte Dobson hinzu. Die konjunkturelle Aufholjagd im Euro-Raum ist zuletzt zum Stillstand gekommen. Wachsende Unsicherheit etwa wegen der Ukraine-Krise sorgte dafür, dass die Wirtschaft im zweiten Quartal nur stagnierte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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