Marktforschung
Festtagsgeschäft springt an

Das Weihnachtsgeschäft läuft nach Einschätzung des Nürnberger Marktforschungsinstituts GfK überraschend gut. Die Forscher erwarten gegenüber dem Vorjahr eine kräftige Umsatzsteigerung des Einzelhandels. Im kommenden Jahr rechnet das Nürnberger Institut mit einer weiteren Belebung des Konsums.

DÜSSELDORF. „Für die Monate November und Dezember rechnen wir mit einem Zuwachs zwischen drei und vier Prozent gegenüber dem Vorjahr“, sagte GfK-Marktforschungsleiter Wolfgang Twardawa dem Handelsblatt. Für den Lebensmittelhandel, der gut ein Drittel des Gesamtumsatzes ausmacht, erwartet er sogar ein Plus von mindestens vier Prozent.

Dies wäre ein unerwartet hoher Anstieg des Konsums. Im vergangenen Jahr hatte sich der Einzelhandel zu Weihnachten mit einem Plus von 0,4 Prozent zufrieden geben müssen. Auch in den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres konnten die Kaufleute den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum lediglich um 0,9 Prozent steigern. Darüber hinaus beurteilen große Einzelhandelsverbände das aktuelle Weihnachtsgeschäft kurz vor dem Fest eher verhalten.

Das Nürnberger Marktforschungsinstitut hat jedoch beobachtet, dass die gute konjunkturelle Entwicklung und die anziehende Binnennachfrage dem Einzelhandel im November erstmals einen kräftigen Nachfrageschub gegeben haben. „In diesem Monat lagen die Verkäufe mehr als fünf Prozent über dem Vorjahreswert“, berichtet Twardawa. Besonders stark habe der Verkauf von Kosmetika zugelegt. Die positive Stimmung habe sich auch im Dezember fortgesetzt, sagte der GfK-Marktforscher. Konkrete Zahlen lägen dem Institut zwar noch nicht vor, er gehe aber von einem guten Weihnachtsgeschäft aus.

Im kommenden Jahr rechnet das Nürnberger Institut mit einer weiteren Belebung des Konsums. Dann können die Deutschen den Marktforschern zufolge durchschnittlich 424 Euro mehr für Lebensunterhalt und Konsum ausgeben als in diesem Jahr. Statt 17 631 Euro in diesem Jahr stünden ihnen in den kommenden zwölf Monaten 18 055 Euro pro Kopf zur Verfügung. Obwohl die Kaufkraft der Ostdeutschen nach wie vor unterdurchschnittlich sei, setze sich auch dort der positive Trend der Vorjahre fort, heißt es in der gestern in Nürnberg veröffentlichten Kaufkraftstudie der GfK.

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