Maßnahmen zur Beruhigung des Geldmarktes
Fed kündigt weitere Geldspritzen an

Nach der EZB hat auch die US-Notenbank Federal Reserve weitere Liquiditätsspritzen zur Linderung der Verspannungen an den Geldmärkten angekündigt. Wie die Fed am Montag in Washington mitteilte, werde sie ab diesem Mittwoch eine Serie von Refinanzierungsgeschäften starten um dem Geldmarkt zusätzliche Mittel zur Verfügung zu stellen.

HB WASHINGTON. Das erste Geschäft über acht Milliarden Dollar soll Mitte der Woche beginnen und bis zum 10. Januar dauern. Umfang und Dauer weiterer Operationen hingen von den Entwicklungen an den Geldmärkten ab, teilte die Fed mit.

Erst am Freitag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) angekündigt, die Banken in der Euro-Zone bei ihrem regulären Wochentendern mindestens bis Jahresende mit mehr Liquidität als eigentlich nötig auszustatten, um ein Austrocknen des Interbankenhandels zu verhindern.

Ein hochrangiger Notenbanker sagte Reuters in New York, angesichts der Angst vieler Banken vor einem Geldengpass zum Jahreswechsel habe die Fed die Märkte wissen lassen wollen, dass man jederzeit bereit sei, genug Liquidität bereitzustellen.

Hintergrund der Schritte ist, dass sich die Banken wegen der Kreditkrise und der Furcht vor weiteren Folgen derzeit untereinander deutlich weniger Geld leihen als normalerweise.

Dadurch steigen die kurzfristigen Zinsen am Geldmarkt stärker als von den Zentralbanken gewünscht. Vor dem Jahresende steigt zudem der Bedarf an Liquidität in der Regel an, weil die Banken für den Jahresabschluss kurzfristig zusätzliches Geld benötigen.  Die Fed hatte Ende 2005 mit einer ähnlichen Operation zum Jahresende fünf Milliarden Dollar in das Bankensystem gepumpt. Ein Jahr zuvor hatte sie vier Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt.  Am Montag kündigte die Fed außerdem an, dass die Bedingungen für die Inanspruchnahme von Zentralbankgeld gelockert würden. So können die direkten Geschäftspartner der Notenbank, in erster Linie größere Banken, sich für einen begrenzten Zeitraum höhere Summen bei der Notenbank borgen. Die Höchstsumme steigt auf 750 von 500 Millionen Dollar pro Geschäftsvorfall. Die neuen Limits gelten ab sofort. 

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