Medienbericht: EZB prüft Anleihekäufe von einer Billion Euro im Jahr

Medienbericht
EZB prüft Anleihekäufe von einer Billion Euro im Jahr

In einem Modell hat die EZB die Effekte von Wertpapierkäufen von einer Billion Euro im Jahr berechnen lassen. Der EZB-Rat soll auf der Sitzung am Donnerstag aber noch nicht über Details möglicher Käufe gesprochen haben.
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Zur Abwehr von Deflationsgefahren hat die Europäische Zentralbank (EZB) einen Wertpapier-Ankauf im großen Stil offenbar bereits konkret durchgespielt. Dafür wurde laut Vorabbericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstagausgabe) ein Kaufvolumen von einer Billion Euro veranschlagt, das innerhalb eines Jahres im Kampf gegen eine gefährlich abflauende Inflationsrate eingesetzt würde.

Die Überlegungen führten demnach zu sehr unterschiedlichen Resultaten. Im schwächsten Szenario habe die Krisenmaßnahme die Inflationsrate nur um 0,2 Prozentpunkte erhöht. Eine andere Simulation komme hingegen auf ein Anheizen der Teuerung um 0,8 Prozentpunkte. Die Europäische Zentralbank (EZB) lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

Die Teuerung in den Euro-Ländern war zuletzt auf 0,5 Prozent gefallen und lag damit weit unter dem Ziel der EZB von knapp zwei Prozent. Auf breiter Front fallende Preise gelten als besonders gefährlich, weil eine solche Deflationsspirale die Konjunktur abwürgen kann.

Wenn Firmen und Haushalte auf weiter sinkende Preise spekulieren, konsumieren und investieren sie immer weniger. EZB-Chef Mario Draghi hatte jedoch nach der jüngsten Zinssitzung betont, der Euroraum stehe nicht am Rande einer Deflation.

Dennoch bestehe kein Grund zur Sorglosigkeit. Die EZB könne sich bei Bedarf mit unkonventionellen Maßnahmen gegen eine zu lange Phase niedriger Inflation wappnen. Dazu gehöre auch ein Wertpapier-Kaufprogramm. Mit entsprechenden Instrumenten hatten bereits die Notenbanken der USA, Japans und Großbritanniens gearbeitet.

Der EZB-Rat hat laut Notenbank-Vizepräsident Vitor Constancio bei seinem jüngsten Treffen noch keine Details eines möglichen umfangreichen Wertpapierkaufprogramms diskutiert. „Dafür war das Umfeld nicht entsprechend“, sagte Constancio dem Fernsehsender CNBC.

Es sei am Donnerstag nicht über die Frage gesprochen worden, ob die EZB Staatsanleihen oder private Schuldtitel kaufen könnte. Vielmehr sei es vor allem darum gegangen, einen grundsätzlichen Konsens unter den Mitgliedern des Rats herzustellen, dass Wertpapierkäufe – im Fachjargon Quantitative Easing genannt – als Mittel im Kampf gegen eine drohende Deflation in der Euro-Zone eingesetzt werden könnten. „Diese Einigkeit herzustellen war sehr wichtig“, sagte Constancio.

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  • 3% p.a. mit Aktien in den letzen Jahren? Ich kann ja nichts dafür, wenn Sie Commerzbank und Solarworld im Depot haben. Kleiner Zonk...

  • @herrkkon Gold und Silber zu kaufen, war eine sehr gute Idee. Seit 2003 ist der Goldpreis von 300 USD pro Unze auf 1'300 USD pro Unze gestiegen. Es hat die Aktien und Anleihemärkte ganz klar geschlagen. 300% Gewinn in 10 Jahren. Hut ab, da kann der Goldanleger nicht meckern.

  • Deutschland gehört nicht in den Euro. Der Rest ist doch schlecht.

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