Medienbericht
Japan senkt Steuern

Japanische Unternehmen können aufatmen. Regierungschef Shinzo Abe plant Medienberichten zufolge, die sogenannte Wiederaufbausteuer früher als geplant zu senken. Sie war nach dem Tsunami 2011 eingeführt worden.
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TokioJapan plant einem Zeitungsbericht zufolge eine Senkung der Unternehmenssteuern in zwei Stufen. Regierungschef Shinzo Abe wolle die sogenannten Wiederaufbausteuer schon ein Jahr früher als bislang vorgesehen auslaufen lassen, berichtete die Wirtschaftszeitung "Nikkei" am Donnerstag unter Berufung auf Kreise.

Die Steuer ist ein Aufschlag von zehn Prozent auf die Unternehmenssteuer und sollte bislang zum Ende des Fiskaljahres 2014 auslaufen. Sie war nach den Zerstörungen in Japan im Zuge des Tsunami und des Erdbebens im Frühjahr 2011 eingeführt worden.

Abe habe seinen Finanzminister Taro Aso zudem angewiesen, einen klaren mittel- bis langfristigen Plan für die Absenkung der Unternehmenssteuern auf das Niveau anderer großer Wirtschaftsnationen zum Fiskaljahr 2015 vorzulegen.

Die Zeitung berichtete zudem, Abe wolle sich abschließend am 1. Oktober entscheiden, ob die Mehrwertsteuer wie geplant im April von fünf auf acht Prozent angehoben werden soll.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Medienbericht: Japan senkt Steuern"

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  • Es gibt einen enormen Unterschied zwischen Japan und USA. Während Japan sich seit 20 Jahren in einer Abwärtsspirale befindet, die auf dem japanischen Hochmut der 80er gründet, sind die USA sehr wandlungsfähig. Japan geht mit seinem´m Tankern Sony, Panasonic, Sanyo etc. unter, während die USA neue Märkte mit neuen Technologien erschliessen. Deshalb können die USA die Notenpresse laufen lassen, während es für Japan zum beschleunigten Verfall führen wird. Arroganz wird immer bestraft, liebe Japaner.

  • Erstaunlich -- in Japan gehen Dinge, die bei uns nie gehen werden! Politiker verzichten auf eine Steuer, die sie bereits eingeführt haben und erzählen nichts davon, dass sie unverzichtbar wäre, weil sie damit noch so viel Gutes und Schönes vorhaben (unsinnige Bahnhöfe, Flughäfen, Schlösser und sonstige Denkmäler des politischen Unverstands bauen oder sich selber reichlich zu alimentieren z.B.).
    Wir sollten nur noch die wählen, die so etwas auch können -- aber da suchen wir in Deutschland vergebens.

  • Man kann es drehen wie man will. Dieses Wirtschaftsystem ist am Ende. Denn das Ganze ist nichts anders als Wirtschaftswachstum auf Pump. Ob USA, Europa, Japan überall das Gleiche, und jeder macht die Augen zu. Leider auch das Handelsblatt.

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