Mehr Arbeitstage führen zu mehr Wachstum
IfW: Konjunktur kühlt sich langsam wieder ab

Nach Einschätzung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) schwächt sich die Erholung der deutschen Wirtschaft wegen des hohen Ölpreises und des gemäßigteren Wachstum in den Exportmärkten bereits wieder ab

HB BERLIN. „Das erneute Anziehen des Ölpreises dürfte dazu führen, dass die Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte dieses Jahres etwas schwächer verläuft als bisher von uns erwartet“, erklärten die IfW-Forscher in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht. „So wird die Inlandsnachfrage gedämpft, und die Konjunktur im Ausland leidet ebenfalls unter dem höheren Ölpreis.“ Da im ersten Halbjahr die Wirtschaft dank des starken Exports dynamischer als erwartet wuchs, erhöhte das IfW seine Wachstumsprognose für 2004 auf 1,9 %. Allerdings senkte das Institut seine Prognose für 2005 auf 1,2 %. Am Arbeitsmarkt erwartet das IfW zumindest eine leichte Besserung.

Im Juni hatte das Institut seinen Wachstumprognose auf 1,8 % für dieses und 1,3 % für kommendes Jahr erhöht. Gut ein halber Prozentpunkt des Wachstums geht allerdings im laufenden Jahr auf die höhere Zahl an Arbeitstagen zurück. Umgekehrt unterzeichnet die geringere Anzahl im kommenden Jahr das Wachstum nach Einschätzung des IfW um etwa zwei Zehntelprozentpunkte. Die meisten Ökonomen erwarten wie die Bundesregierung, dass die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr dank des starken Exports um 1,5 bis 2,0 % wachsen kann.

Keine Entwarnung gab das IfW für die Haushaltslage. Auch im kommenden Jahr werde das Defizit mit 3,6 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) deutlich über der europäischen Obergrenze von drei Prozent liegen. Dabei dürften die Arbeitsmarktreformen die Staatskassen um etwa eine Milliarde Euro entlasten. Für 2004 geht das IfW von einer Defizitquote von 3,8 % aus.

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