Mehr neue Jobs
Kleiner Lichtblick für den US-Arbeitsmarkt

Die Zahl der neuen Jobs fiel etwas besser aus als erwartet. Allerdings stieg auch die Zahl der Entlassungen. Für die US-Industrie hat sich die Auftragslage hingegen im Juni deutlich verschlechtert.
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New YorkDie Lage am US-Arbeitsmarkt hellt sich etwas auf: Die US-Privatwirtschaft schuf im Juli zwar 114.000 neue Stellen und damit mehr als erwartet, wie am Mittwoch aus einer Umfrage der privaten Arbeitsagentur ADP hervorging. Dies dürfte aber kaum ausreichen, um die hohe Arbeitslosigkeit von mehr als neun Prozent spürbar zu senken. Das US-Arbeitsministerium veröffentlicht am Freitag seine Monatsdaten.

Eine zweite Studie signalisierte, dass die Zahl der geplanten Entlassungen im vergangenen Monat deutlich gestiegen ist und so hoch liegt wie seit 16 Monaten nicht mehr. „Am meisten beunruhigt an dem Anstieg im Juli, dass die meisten Pläne Branchen treffen, wo es bisher nur wenig Entlassungen gab“, sagte John Challenger, Chef des Beratungsunternehmens Challenger, Gray & Christmas, das den Bericht vorlegte.

Demnach kündigten im vorigen Monat Arbeitgeber den Abbau von 66.414 Jobs an und damit rund 60 Prozent mehr als noch im Juni. Seit Anfang des Jahres kletterte die Zahl der geplanten Entlassungen auf rund 312.000.

Der schwache Arbeitsmarkt ist derzeit die größte Bremse für ein stärkeres Wachstum der größten Volkswirtschaft der Welt. Die ADP-Daten waren zwar besser als die Markterwartung von 100.000, aber deutlich schlechter als zu Boomzeiten. Zugleich revidierten die Experten die Zahl für Juni nach unten: In dem Monat wurden 145.000 neue Arbeitsplätze eingerichtet, nachdem zunächst von einem Plus von 157.000 die Rede war.

Ökonomen warten mit Spannung auf die offiziellen Daten für Juli, die die US-Regierung am Freitag veröffentlicht. Fachleute gehen davon aus, dass unterm Strich rund 85.000 neue Jobs geschaffen wurden. Nach einer Faustformel sind aber etwa 300.000 neue Stellen nötig, um die Arbeitslosigkeit spürbar zu senken.

Die Angst vor dem Jobverlust hat die amerikanischen Konsumenten knauserig gemacht. Im zweiten Quartal erhöhten sie ihre Ausgaben fast nicht mehr. Die gesamte Wirtschaft wuchs mit 1,3 Prozent aufs Jahr hochgerechnet deutlich weniger als erwartet.

Unterdessen hat sich die Auftragslage der US-Industrie im Juni verschlechtert. Die Bestellungen seien im Vergleich zum Vormonat um 0,8 Prozent gefallen nach einem Plus von 0,6 Prozent im Mai, teilte das Handelsministerium in Washington am Mittwoch mit. Analysten hatten für Juni mit einem Minus von 0,7 Prozent gerechnet.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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