Mehrwertsteuer lähmt
Einzelhandel im Mai mit deutlichem Umsatzrückgang

Der Einzelhandel hat auch im Mai keinen Anschluss an den Aufschwung gefunden. Allerdings hatte der Mai diesmal einen Verkaufstag weniger. Zudem waren die Geschäfte vor einem Jahr außergewöhnlich gut verlaufen.

HB BERLIN. Der Umsatz schrumpfte um 3,0 und preisbereinigt (real) um 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Von April auf Mai gab es ein um Saison- und Kalendereffekte bereinigtes Umsatzminus von 1,9 und real von 1,8 Prozent. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt ein reales Umsatzplus von 0,1 Prozent zum Vormonat und ein Minus von 0,5 Prozent im Jahresvergleich vorausgesagt.

Wegen der höheren Mehrwertsteuer hat der Einzelhandel bislang nicht mit dem Aufschwung in den meisten anderen Branchen Schritt halten können. Von Januar bis Mai hatten die Händler 0,8 und real 1,5 Prozent weniger in ihren Kassen als vor einem Jahr. Der Branchenverband HDE rechnet für 2007 wegen der Kaufzurückhaltung der Verbraucher nur mit einem Umsatzplus von rund einem Prozent, preisbereinigt sogar mit einem leichten Rückgang.

Lediglich im Handel mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten wurde mehr verkauft als im Mai 2006. Alle anderen Branchen setzten nominal und real weniger um. Bei Waren- und Kaufhäusern fiel der Rückgang mit 8,4 und real 9,2 Prozent besonders kräftig aus.

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