Michigan-Index
Ölpreis sinkt – Vertrauen steigt

Offensichtlich hängt das Vertrauen der US-Verbraucher derzeit am Öl: Kaum sinkt der Preis für den Rohstoff und damit auch für Sprit, schätzen die Konsumenten in den Vereinigten Staaten wieder mit mehr Zuversicht die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes ein. Das jedenfalls legt der akuelle Michigan-Index nahe.

HB NEW YORK. Das Vertrauen der US-Verbraucher hat sich im August angesichts niedrigerer Spritpreise leicht aufgehellt. Der Index, den Reuters und die Universität Michigan ermitteln, legte nach vorläufigen Berechnungen von Freitag auf 61,7 Punkte von 61,2 Zählern im Vormonat zu. Volkswirte hatten mit 62,0 Punkten gerechnet.

Grund zur Entwarnung ist das nicht. Denn die gegenwärtige Lage schätzen die Verbraucher deutlich pessimistischer ein als im Vormonat; der Indexwert fiel auf 69,3 Punkte und damit auf den zweittiefsten Stand seit 1980. "Bei den Verbrauchern gibt es kaum Zweifel daran, dass eine Rezession möglich ist", sagte Richard Curtin, der für die Umfrage zuständig ist.

Der von Anlegern und Volkswirten stark beachtete Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten der US-Verbraucher im Voraus anzeigt. Die Konsumausgaben machen rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung der USA aus.

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