Michigan-Index
US-Verbrauchervertrauen steigt überraschend

Allen negativen Konjunkturnachrichten zum Trotz vertrauen die US-Verbraucher der wirtschaftlichen Entwicklung ihres Landes etwas stärker als zuvor. Überraschend ist viel beachtete Michigan-Index gestiegen. Volkswirte können auch einen Grund dafür benennen: Sinkende Spritpreise hellen die Stimmung auf.

HB NEW YORK. Der entsprechende Index, der an der Universität Michigan im Auftrag der Nachrichtenagentur Reuters berechnet wird, stieg im November nach vorläufigen Berechnungen vom Freitag auf 57,9 Punkte von 57,6 Zählern im Vormonat. Viele Volkswirte hatten mit einem Stand von 56,0 Punkten gerechnet. Von der Agentur Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten gar ein Rückgang auf 55,0 erwartet.

Der Index liegt damit jedoch immer noch unter dem Niveau, das in den vergangenen beiden Rezessionen erreicht worden war. Wichtigster Grund für den leichten Anstieg war der Rückgang der Teuerung. Die Aussichten für die Wirtschaft beurteilten die Verbraucher jedoch schlechter: Der entsprechende Index ging weiter auf 55,7 Punkte zurück (zweite Umfrage Oktober: 57,0).

Der Index für die Einschätzung der aktuellen Lage wurde mit 61,4 (58,4) angegeben. Die Inflationserwartungen der Konsumenten auf Sicht von fünf Jahren verharrten mit 2,9 Prozent auf dem Stand des Vormonats. Auf Sicht von zwölf Monaten sanken die Inflationserwartungen deutlich auf 2,9 Prozent (3,9 Prozent).

Der von Anlegern und Volkswirten stark beachtete Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten der US-Verbraucher im Voraus anzeigt. Die Konsumausgaben machen rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung der USA aus.

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