Milliardenprogramm
Japanische Regierung kurbelt Wirtschaft an

Die japanische Regierung hat dem drohenenden Nullwachstum den Kampf angesagt und will mit einem Milliardenprogramm die Wirtschaft wieder in Schwung bringen. Auf viel Gegenliebe stößt die Maßnahme von Ministerpräsident Yasuo Fukuda allerdings nicht.

HB TOKIO. Insgesamt umfasst das Konjunkturpaket damit rund 11,7 Billionen Yen (72,8 Milliarden Euro). Angesichts steigender Energie- und Materialpreise soll es ein Gegenmittel gegen Nullwachstum und drohende Rezession sein, teilte das Kabinettsbüro am Freitag in Tokio mit.

So soll es Programme für eine Senkung der Mautgebühren auf Schnellstraßen, Hilfen für Bauern und Unterstützung für Teilzeitbeschäftigte geben, besser bezahlte Arbeit zu finden, hieß es weiter. Zudem solle Geld in die Verbesserung des Gesundheitssystems, Umwelttechnologie, Immobilienkredite und Bildung gepumpt werden.

Nicht enthalten in dem Konjunkturpaket sind Steuersenkungen. Die Regierung will diese Option in der Zukunft prüfen, teilte sie mit.

Die Opposition warf Ministerpräsident Yasuo Fukuda eine waghalsige Ausgabenpolitik vor. Fukuda wolle angesichts schlechter Umfragewerte vor der nächsten Wahl Punkte machen, sagte der Führer der Demokratischen Partei, Yukio Hatoyama. Ein Analyst von JP Morgan Securities, Masamichi Adachi, sprach angesichts eines Bruttosozialprodukts von 400 Billionen Yen (3,1 Billionen Euro) von einem "Tropfen im Eimer".

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