Milliardensumme
Fed schießt nochmals Geld zu

Die US-Notenbank (Fed) hat am Donnerstag weitere 17,25 Mrd. Dollar ins Bankensystem gepumpt, um die anhaltend nervösen Anleger zu beruhigen. Die Taktik der Währungshüter scheint aufzugehen: Nach den letzten Finanzspritzen entspannt sich die Lage an den Börsen.

HB NEW YORK. Die Währungshüter stellten den Finanzinstituten damit in dieser Woche im Rahmen ihrer normalen Refinanzierungsgeschäfte insgesamt bereits 26,50 Mrd. Dollar zur Verfügung. Vor zwei Wochen schoss die Fed den Banken innerhalb weniger Tage noch mehr als doppelt soviel zu. Das im Vergleich geringere Volumen in dieser Woche deutet auf eine allmähliche Beruhigung der Finanzmärkte hin.

Auch die Europäische Zentralbank stellte dem Euro-Geldmarkt am Donnerstag erneut Liquidität zur Verfügung und zwar 40 Mrd. Euro im Rahmen eines Kreditgeschäfts mit einer Laufzeit von 91 Tagen. Die US-Hypothekenkrise hat weltweit Befürchtungen vor Engpässen bei der Kreditversorgung aufkommen lassen. Da sich auch die Banken untereinander nur noch zurückhaltend Geld liehen, griffen die Notenbanken rund um den Globus vor zwei Wochen massiv ein und pumpten Milliardensummen in den Markt. Dies führte an den Börsen nach tagelangen Kursverlusten zu einer Erholung.

Hoffnungen auf ein Abflauen der Hypothekenkrise haben indes den US-Börsen am Donnerstag im frühen Handel zu Kursgewinnen verholfen. Ein milliardenschwerer Einstieg der Bank of America bei dem angeschlagenen Hypothekenfinanzierer Countrywide gab den Anlegern an der Wall Street neue Zuversicht.

Vor allem die zuletzt so arg gebeutelten Finanzwerte legten zu. Der Dow-Jones-Index derStandardwerte stieg in den ersten Handelsminuten um rund 0,3 Prozent auf 13.267 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte knapp 0,4 Prozent auf 1469 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,1 Prozent auf 2557 Stellen.

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