Minister Clement sieht sich bestätigt
Wirtschaftsvertreter stimmen Gutachtern zu

Die große Koalition ist seit gestern um eine „saftige Hausaufgabe“ reicher. Das jedenfalls meint der Chefvolkswirt des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Axel Nitschke, mit Blick auf das Herbstgutachten der sechs führenden deutschen Wirtschaftsinstitute.

HB BERLIN. Mit seiner Reaktion befindet sich der Verbandsvertreter in guter Gesellschaft – einige führende Wirtschaftsvertreter äußerten sich ähnlich deutlich. Die Wirtschaftsforschunginstitute hatten am Donnerstag ihr Herbstgutachten zur Beurteilung der Lage der Weltwirtschaft und der deutschen Wirtschaft in Berlin vorgelegt. Darin kamen sie zu dem Schluss, die wirtschaftliche Erholung in Deutschland verlaufe „weiterhin sehr schleppend“. Allerdings werde sich die konjunkturelle Erholung im Prognosezeitraum etwas verstärken.

Eine „Mahnung“ an die Politik, den wirtschaftspolitischen Kurs tief greifend zu ändern, nannte Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt gestern das Herbstgutachten. In den laufenden Koalitionsverhandlungen dürften sich die Parteien nicht an den kritischen Punkten vorbeidrücken. Ähnlich reagierte der Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), Anton Börner. Die Regierung werde zwar noch gebildet, stecke allerdings bereits „in ihrer größten Bewährungsprobe“.

„Rasche, entschlossene Entscheidungen zur Fortsetzung und Intensivierung des Reformprozesses sind das beste Mittel, den Wachstumsprozess zu verstärken und zu beschleunigen“, kommentierte auch Noch-Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD). Das Gutachten bestätige „weitgehend die Einschätzung der Bundesregierung“. Wie auch die Institute gehe die Regierung davon aus, dass sich der Prozess der moderaten konjunkturellen Erholung in diesem und im nächsten Jahr fortsetzen und etwas verstärken werde.

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