Monat Mai
Bund und Länder haben mehr Steuern eingetrieben

Die Steuereinnahmen des Staates sind dank der anziehenden Konjunktur und sprudelnder Unternehmensgewinne weiter kräftig gewachsen.

HB BERLIN. Im Mai nahmen Bund und Länder nach dpa- Informationen 7,4 Prozent mehr Steuern ein als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Bund verbuchte ein Plus von 9,3 Prozent, die Länder von 7,0 Prozent. Das Gesamtaufkommen kletterte im Mai auf 35,07 Milliarden Euro.

Die Zuwachsraten liegen über den Erwartungen aus der Mai- Steuerschätzung für das Gesamtjahr. Nicht berücksichtigt sind in den Zahlen die reinen Gemeindesteuern und die Ergebnisse aus dem Saarland. Grund waren die Nachwirkungen des Streiks im öffentlichen Dienst. Der Anteil des Saarlands am Gesamtaufkommen ist aber gering.

Nach den aktuellen Zahlen hat sich die positive Entwicklung bei der Körperschaftsteuer mit einem Plus von 500 Millionen Euro im Mai fortgesetzt. Darin spiegele sich die weiter gute Gewinnsituation der Unternehmen wider, heißt es in dem der dpa vorliegenden Monatsbericht für Mai. Zum guten Ergebnis beigetragen habe auch ein starker Rückgang bei ausgezahlten Investitionsrücklagen um 0,1 Milliarden.

Bei den nicht veranlagten Steuern vom Ertrag haben sich laut Monatsbericht die seit langem angekündigten Gewinnausschüttungen von Großunternehmen mit kräftigen Mehreinnahmen von fast 39 Prozent im Aufkommen niedergeschlagen. „Überrascht“ habe das „ungewöhnlich gute Ergebnis beim Zinsabschlag“ mit einem Plus von 42,5 Prozent.

Das Aufkommen der Steuern vom Umsatz stieg im Mai dieses Jahres zwar um 4,6 Prozent, das Finanzministerium sprach jedoch unter Hinweis auf einen Sondereffekt im Vorjahr lediglich von einer „Normalisierung“. Das gute Ergebnis werde relativiert, weil fast ausschließlich die schwache Basis im Mai 2005 zu dem Plus bei der Umsatzsteuer von 7,7 Prozent geführt habe. Die Umsatzsteuer gilt als wichtiger Indikator für die Binnenkonjunktur.

Bei der Lohnsteuer habe sich die positive Entwicklung der Vormonate mit einem Plus von 1,4 Prozent fortgesetzt. Das Kassenaufkommen der veranlagten Einkommenssteuer habe um gut 400 Millionen Euro über dem Vorjahresergebnis gelegen.

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