Monatsbericht
Bankenverband: Ölpreis ficht Aufschwung vorerst nicht an

Die Erholung der deutschen Wirtschaft wird sich nach Auffassung des Bankenverbandes BdB trotz des derzeit hohen Ölpreises fortsetzen.

HB BERLIN. „Je nachdem, wie hartnäckig die Ölpreise auf dem aktuellen Rekordniveau verharren, könnte das Tempo der Erholung allerdings etwas schwächer ausfallen als im ersten Halbjahr“, hieß es am Mittwoch im monatlichen Konjunkturbericht des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB). Der Verband geht dennoch weiter von einem Wachstum von rund 1,75 % aus. Dies werde vornehmlich vom Export getragen, auch wenn in der zweiten Jahreshälfte die zu erwartende Abschwächung der Weltwirtschaft die Ausfuhren etwas bremsen werde.

„Zudem sollte die Hoffnung auf eine Besserung der Binnenkonjunktur nicht aufgegeben werden“, hieß es. Die zunehmende Kapazitätsauslastung und die in der Grundtendenz weiter gute Auftragslage könnten zu mehr Investitionen führen.“ Außerdem sollte der Beschäftigungsabbau im zweiten Halbjahr zum Stillstand kommen.“

Die hohen Ölpreise beschleunigten zuletzt die Inflation im Euro-Raum merklich, wie der BdB betonte. Dies sei aber kein Grund für die Europäische Zentralbank (EZB), die Leitzinsen von derzeit zwei Prozent zu erhöhen. „Erstens kann die Geldpolitik direkte Inflationseffekte durch die Ölpreise nicht verhindern, und zweitens ist die Gefahr von Zweirundeneffekten gering.“ Die EZB werde die Zinsen bis Ende des Jahres voraussichtlich unverändert lassen.

Mit Blick auf die jüngsten Proteste gegen die Arbeitsmarktreformen in Deutschland erklärte der BdB, in der Bevölkerung seien offensichtlich Ängste entstanden, die größtenteils auf mangelnde Informationen zurückzuführen seien. „Um die Wachstums- und Beschäftigungsbedingungen zu verbessern, sind die Reformen jedoch ohne Alternative.“

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