Monatsbericht
Bundesbank: Konjunktur auf gutem Weg

Nach Einschätzung der Bundesbank hat die deutsche Wirtschaft mit dem leichten Wachstum im Sommer die Wende zum Besseren geschafft. „Die aktuellen Ergebnisse der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen bestätigen die Einschätzung, dass sich der Konjunkturverlauf leicht ins Positive gewendet hat“, schrieben die Volkswirte in dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht der Zentralbank für November.

HB FRANKFURT. Die Erholung der Weltkonjunktur und die Fortschritte der Unternehmen bei der Konsolidierung ihrer Bilanzen stützten die Zuversicht für die weitere Wirtschaftsentwicklung in Deutschland.

Die Auftragslage der Industrie und der Bauwirtschaft sowie die nach wie vor schwache Konsumbereitschaft der Bürger ließen jedoch erwarten, dass diese günstigen Faktoren erst im Jahresverlauf 2004 verstärkt zum Tragen kommen würden. „Ob eine nachhaltige und breit fundierte konjunkturelle Besserung schon früh im nächsten Jahr einsetzen wird, bleibt nach dem vorliegenden Indikatorenbild abzuwarten“, hieß es im Bericht mit Blick auf verfügbare Wirtschaftsdaten und Frühindikatoren. Angesichts zuletzt beständig gestiegener Stimmungsindikatoren wie dem Ifo-Geschäftsklimaindex gehen die meisten Ökonomen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft im Sommer die Wende nach fast drei Jahren Stagnation geschafft hat und 2004 wieder mit 1,5 bis 2,0 % wachsen kann.

Auch die Bundesbank verwies darauf, dass der Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im dritten Quartal um 0,2 % zum Vorquartal von der Außenwirtschaft getragen wurde. „Im Inland sind kaum Wachstumsimpulse auszumachen.“ So sei weiter kaum in Ausrüstungen investiert worden. „Angesichts der fortdauernden Unterauslastung der Kapazitäten bestand auch kaum die Notwendigkeit einer Ausweitung der Produktionsspielräume.“

Die Kauffreude der deutschen Verbraucher wird der Bundesbank zufolge weiter durch die hohe Arbeitslosigkeit und die Diskussionen über neue Abgaben oder Kürzungen bei den Reformen der sozialen Sicherungssystem gedämpft. „Wenngleich die verfügbaren Einkommen weitgehend unverändert blieben, dürfte die private Sparquote erneut gestiegen sein“, hieß es im Bericht.

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