Monatsbericht: Bundesbank: Schwacher Dollar schadet nicht

Monatsbericht
Bundesbank: Schwacher Dollar schadet nicht

Nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank hat der starke Euro der wirtschaftlichen Erholung in der Euro-Zone nach bisher nicht geschadet. „Auf Grund der schwungvollen und die bisherigen Erwartungen übertreffenden globalen Entwicklung schlug sich auch die Abwertung des US-Dollar gegenüber wichtigen Währungen bislang nicht in einer Störung des Expansionsprozesses im Euro-Raum nieder“, hieß es in dem Montag veröffentlichten Monatsbericht der Bundesbank.

HB FRANKFURT. Die optimistischen Erwartungen der Wirtschaft und bessere Rahmenbedingung deuteten auf eine Fortsetzung der Erholung hin, hieß im am Montag veröffentlichten Bundesbank-Monatsbericht. So sei vor allem die Belebung der Investitionen positiv, ebenso der Auftragseingang aus dem Ausland und die Exporterwartungen. Das Konjunkturrisiko aus der jüngsten Euro-Aufwertung zum Dollar sei überschaubar. Ein Schwachpunkt bleibe aber der private Konsum, warnte die Bundesbank. So werde das Verbrauchervertrauen durch die Arbeitslosigkeit, aber auch die Gesundheitsreform belastet.

Hier kommen Sie zum Monatsbericht (pdf).

Die aktuelle Konjunkturverbesserung in Deutschland gründet sich der Bundesbank zufolge vor allem auf eine kräftige Erholung der Weltkonjunktur. So hätten sich die Exporte im letzten Quartal 2003 annähernd auf dem hohen Niveau des Vorquartals gehalten. „Gleichzeitig haben auch die Exporterwartungen und die Auftragseingänge aus dem Ausland im Quartalsvergleich merklich zugenommen.“ Dass die deutsche Wirtschaft im Schlussquartal nur um 0,2 % gewachsen sei, gehe rechnerisch auf den starken Anstieg der Importe zurück, wodurch der Beitrag des Außenhandels zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) unterm Strich geringer war.

Als „externes Hauptrisiko für die Konjunktur“ bezeichnete die Bundesbank den Wechselkurs zwischen Dollar und Euro. Der Euro hatte im vergangenen Jahr zum Dollar um gut 20 % an Wert gewonnen. Die Bundesbank wies aber darauf hin, gewichtet mit dem Anteil der zwölf wichtigsten Währungen am Außenhandel habe die Euro-Aufwertung nur rund 11,5 % betragen. Mitte Februar habe der gewogene effektive Wechselkurs nur drei Prozent höher gelegen als im Herbst 2003, als die meisten Prognosen für 2004 aufgestellt wurden, womit der Korrekturbedarf gering sei.

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