Monatsbericht
Bundesbank senkt Wachstumsprognose deutlich

Das Wachstum der deutschen Wirtschaft wird sich nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank in den nächsten beiden Jahren etwas abschwächen. Die Notenbank senkte wie zuletzt andere Institutionen ihre Wachstumsprognose deutlich um mehr als einen halben Prozentpunkt.

HB BERLIN. Für die nächsten beiden Jahre erwartet die Bundesbank, dass die Wirtschaft um je 1,9 Prozent zulegt. „Die Voraussetzungen für eine Fortsetzung des Aufschwungs sind weiterhin günstig, auch wenn sich die Wachstumsprognose im Prognosezeitraum verringern wird.“ Für Impulse dürften trotz der Euro-Stärke die Exporteure und weiter steigende Investitionen sorgen. Zudem werden die Bürger wegen steigender Einkommen und sinkender Arbeitslosigkeit mit ihren Ausgaben die Inlandsnachfrage verstärkt ankurbeln, hieß es.

Als Risiko für den anziehenden Privatkonsum bezeichnete die Bundesbank die zuletzt steigenden Verbraucherpreise, was die Kaufkraft dämpfen könnte. 2007 und 2008 dürfte sich die Lebenshaltung im Jahresschnitt - in der für EU-Vergleich harmonisierten Form - jeweils um 2,3 Prozent verteuern. Wegen sinkender Ölpreise sollte die Teuerungsrate dann 2009 auf 1,5 Prozent zurückgehen.

Auf dem Arbeitsmarkt gehen die Bundesbank-Experten von einer weiteren, allerdings verlangsamten Erholung aus. Die Zahl der Arbeitslosen werde 2008 im Schnitt auf 3,5 Millionen sinken und im Jahr darauf noch einmal um rund 200 000 zurückgehen.

Ölpreis und Euro-Stärke lasten auf Wirtschaft

Neue Konjunkturdaten veröffentlichte auch das Bundeswirtschaftsministerium. Demnach wird sich der Aufschwung im vierten Quartal etwas abschwächen. „Das etwas weniger starke, aber gleichwohl robuste weltwirtschaftliche Wachstum, die hohen Rohstoffpreise und der starke Euro dürften Wirkung zeigen“, teilte das Ministerium mit. Das Expansionstempo der deutschen Volkswirtschaft werde danach insgesamt eine „moderatere Gangart“ einschlagen. Der Preisauftrieb werde sich 2008 wahrscheinlich abmildern, jedoch bis weit in das Jahr hinein noch über zwei Prozent liegen.

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