Monatsbericht
Bundesbank: Weiterer Ölpreisanstieg könnte Konjunktur schaden

Die wirtschaftliche Erholung in Deutschland könnte sich im zweiten Halbjahr nach Einschätzung der Bundesbank abschwächen, wird jedoch durch den bisherigen Ölpreisanstieg noch nicht grundsätzlich gefährdet. Klettert der Ölpreis jedoch weiter, wäre er ein „ernsthaftes Risiko“ für Wirtschaft und Inflation.

HB FRANKFURT. "Die wünschenswerte Belebung der Inlandskonjunktur in der deutschen Wirtschaft könnte durch einen weiteren Ölpreisanstieg zusätzlich erschwert werden“, heißt es in dem am Montag veröffentlichten Bundesbank-Monatsbericht August. „Beim bisher erreichten Ölpreisniveau ist die generelle Erholungstendenz aber nicht in Frage zu stellen.“ Mit Blick auf das BIP-Quartalswachstum von 0,5 Prozent im zweiten Vierteljahr schrieben die Bundesbank-Volkswirte: „Allerdings ist nicht sicher, ob das gegenwärtige Expansionstempo in den kommenden Monaten gehalten werden kann.“

Die Bundesbank sieht in Umfragen wie dem Geschäftsklima des Ifo-Instituts Hinweise darauf, dass die Firmen sowohl ihre gegenwärtige Geschäftslage als auch ihre Geschäftsaussichten zurückhaltend bewerten. „Zudem war das Wirtschaftswachstum bis zuletzt nicht breit angelegt, sondern wurde nahezu ausschließlich von der Außenwirtschaft getragen.“ Der private Verbrauch dürfte zwar im zweiten Quartal etwas gestiegen sein, stelle aber weiter keine nennenswerte Stütze für die Wirtschaft dar. Dies signalisiere auch die schwache Aufnahme von Konsumentenkrediten. Zudem hätten staatlich verordnete Preissteigerungen und die hohen Energiepreise den realen Ausgabenspielraum der Haushalte eingeengt. Hinzu komme die fehlende Zuversicht der Verbraucher. Außerdem sprach die Bundesbank von einem Kommunikationsdefizit der Bundesregierung hinsichtlich der Reformen. „Offensichtlich ist es noch nicht gelungen, die Notwendigkeit und den absehbaren Nutzen der großen gesetzgeberischen Reformprojekte überzeugend zu vermitteln.

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