Monatsbericht: EZB besorgt über schwachen Konsum

Monatsbericht
EZB besorgt über schwachen Konsum

Die Verbraucher in Europa konsumieren zu wenig. Dieser Meinung ist nicht zuletezt die Europäische Zentralbank (EZB). Dabei sind die Implikationen der Verbraucherstimmung für die Konjunktur so wichtig. „Das Vertrauen in die Zukunft ist ausschlaggebend für eine konjunkturelle Erholung“, schreiben die Notenbanker in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht.

HB FRANKFURT/MAIN. Viele Verbraucher hätten den falschen Eindruck, dass die Inflation höher sei als in den Statistiken ausgewiesen. „Die Bevölkerung Europas kann sich darauf verlassen, dass der EZB-Rat entschlossen ist, die Kaufkraft des Euro in den kommenden Jahren zu sichern.“

Die Zentralbank ist in erster Linie stabilen Preisen verpflichtet. Das sind nach ihrer Definition Inflationsraten von knapp unter zwei Prozent. In Deutschland betrug die jährliche Teuerungsrate im Februar 0,9 %, in der Euro-Zone 1,6 %. Stabile Preise seien wesentlich für die Förderung des Wirtschaftswachstums und die Schaffung von Arbeitsplätzen, heißt es im Monatsbericht. „Die Menschen sollen konsumieren und investieren, das ist eine wichtige Botschaft“, hatte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet vor einigen Tagen erklärt. Grund für die Kaufzurückhaltung sei auch die Ungewissheit über die geplanten Strukturreformen.

Die EZB geht von einer allmählichen Konjunkturerholung in diesem und im kommenden Jahr im Euroraum aus. Erste Anzeichen seien bereits zu sehen, so habe sich die Investitionstätigkeit in den vergangenen Monaten stabilisiert. Mit einem weiterhin „angemessenen“ Zinsniveau von 2,0 % will die EZB die wirtschaftliche Erholung unterstützen. Die Währungshüter hatten - trotz Forderungen der Regierungen in Berlin und Paris nach einer Zinssenkung - vor einer Woche den Leitzins unangetastet gelassen.

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