Monatsbericht
EZB sieht Preisrisiken abgeschwächt

Die Preisrisiken im Euroraum haben sich nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) weiter vermindert. Die Unsicherheit wegen der Finanzkrise beschreibt die Notenbank aber als nach wie vor "außergewöhnlich hoch".

HB FRANKFURT. Der Ausblick für die Preisstabilität habe sich zuletzt weiter verbessert, heißt es in dem am Donnerstag in Frankfurt veröffentlichten Monatsbericht der EZB für November. Zugleich dürften die verschärften Turbulenzen an den Finanzmärkten die Nachfrage und damit das Wachstum im Euroraum "einen recht langen Zeitraum" dämpfen. Damit wiederholte die Notenbank Äußerungen ihres Präsidenten Jean-Claude Trichet, die dieser nach der jüngsten Zinssenkung Anfang November um 0,50 Prozentpunkte auf 3,25 Prozent getätigt hatte.

Vermutlich würden die Inflationsraten in den kommenden Monaten weiter zurückgehen, heißt es in dem Monatsbericht weiter. Im kommenden Jahr dürften sie sich auf ein Niveau ermäßigen, dass mit Preisstabilität bei etwa zwei Prozent vereinbar sei.

Gleichwohl appellierte die EZB abermals an die Unternehmen und Tarifparteien, bei Preis- und Lohnerhöhungen maßvoll vorzugehen. Die Unsicherheit wegen der Finanzkrise beschreibt die Notenbank als nach wie vor "außergewöhnlich hoch". Die EZB werde alle Entwicklungen weiterhin sehr genau verfolgen.

Eine Befragung der EZB bei Experten für das vierte Quartal hat deutlich geringere Wachstums- und Inflationserwartung für die kommenden Jahre ergeben. Die Experten erwarteten für das laufende Jahr mit 3,4 (bisher 3,6) Prozent eine niedrigere Inflationsrate als bisher, heißt es im Monatsbericht. Für 2009 ergab sich ebenfalls ein geringerer Wert von 2,2 (2,6) Prozent und für 2010 von 2,0 (2,1) Prozent.

Für das Wirtschaftswachstum zeigten sich die befragten Experten deutlich pessimistischer. Für das laufende Jahr wird noch ein Wachstum von 1,2 (1,6) Prozent prognostiziert. Die Erwartung für 2009 wurde um einen ganzen Punkt auf 0,3 Prozent gekappt und auch für 2010 wird nun nur noch ein Wachstum von 1,4 (bisher 1,8) Prozent erwartet.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%