Monatsbericht
EZB signalisiert Zinserhöhung

Die Europäische Zentralbank (EZB) warnt in ihrem Monatsbericht vor einer weiterhin hohen Inflation. Damit haben die Währungshüter ihre Bereitschaft bekräftigt, im Kampf gegen die Inflation im kommenden Monat den Leitzins zu erhöhen.

HB FRANKFURT. Die Notenbank befinde sich in einem Stadium "erhöhter Achtsamkeit", heißt es in dem am Donnerstag in Frankfurt veröffentlichten Monatsbericht der Währungshüter. Zuletzt hätten die Risiken für die Preisstabilität durch den zunehmenden Preisdruck bei Energie und Nahrungsmitteln weiter zugenommen.

Der Bericht bestätigt damit Aussagen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet in der vergangenen Woche. Trichet hatte im Anschluss an die turnusmäßige Sitzung des EZB-Rats eine Zinserhöhung im Juli mit ähnlichen Worten vorbereitet. Er hatte darüber hinaus gesagt, eine Zinserhöhung sei denkbar, aber nicht sicher.

Im Monatsbericht erklärte die Notenbank jetzt erneut, der EZB-Rat werde "durch entschlossenes und rechtzeitiges Handeln (...) sicherstellen, dass die Risiken für die Preisstabilität auf mittlere Sicht nicht zum Tragen kommen". Es sei von großer Bedeutung, die mittel- bis langfristigen Inflationserwartungen "fest auf einem Niveau zu verankern, das mit Preisstabilität in Einklang steht".

Die Teuerungsrate in den Ländern der Währungsunion war zuletzt auf 3,6 Prozent gestiegen und lag damit so hoch wie noch nie seit Einführung des Euro. Die EZB spricht bei einer Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent von stabilen Preisen. Sie hatte den Leitzins vergangene Woche noch bei vier Prozent belassen. Er steht dort seit einem Jahr. Das nächste Mal entscheidet der EZB-Rat am 3. Juli über den Schlüsselzins für die Versorgung der europäischen Kreditwirtschaft mit frischem Zentralbankgeld.

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