Monatsbericht
Finanzministerium sieht keine Rezessionsgefahr

Wie stark ist die deutsche Wirtschaft tatsächlich? Das Finanzministerium sieht eine „robuste“ Nachfrage, für eine Rezession keine Anzeichen. Im zweiten Halbjahr soll es ein moderates Wachstum geben.
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DüsseldorfDas Bundesfinanzministerium rechnet für das zweite Halbjahr mit moderatem Wachstum. Dies gehe aus dem Monatsbericht hervor, den das Ministerium am heutigen Freitag veröffentlichen werde, erfuhr das Handelsblatt vorab aus dem Ministerium.

„Die deutsche Industrie ist unerwartet stark in das dritte Quartal gestartet“, hieß es weiter. Insgesamt sei die Nachfrage nach deutschen Produkten „robust“. Die Exporte dürften von einer „immer noch günstigen wirtschaftlichen Situation in den Schwellenländern sowie einer moderaten Entwicklung in den USA“ profitieren. Der deutsche Außenhandel sei in „einer guten Verfassung“.

Überdies werde der private Verbrauch auch im weiteren Jahresverlauf „eine Wachstumsstütze bleiben“, hieß es weiter.

„Zwar zeigten einige "harte" Konjunkturindikatoren am aktuellen Rand unerwartet günstige Ergebnisse, aber die Unternehmensstimmung trübte sich weiter ein“, schreibt das Ministerium. Ungünstigere Aussichten hinsichtlich der weiteren weltwirtschaftlichen Entwicklung sprechen den Angaben zufolge ebenfalls für eine Belastung der konjunkturellen Entwicklung Deutschlands in den nächsten Monaten.

Der Außenhandel habe sich zu Beginn des 3. Quartals in robuster Verfassung gezeigt. Im weiteren Jahresverlauf dürfte angesichts einer weiteren Eintrübung der Stimmungsindikatoren mit einer gewissen Abschwächung der Exportdynamik zu rechnen sein. Auch die vom Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Industrieländer-Organisation OECD prognostizierte ungünstigere Entwicklung der Weltwirtschaft deute in diese Richtung, heißt es.

Im 2. Quartal hatte sich mit einem Plus des Bruttoinlandsprodukts um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal die Zunahme der Wirtschaftsleistung etwas abgeschwächt. Wachstumsimpulse kamen vom privaten Konsum und von Exporten. Die Zunahme der Binnennachfrage wurde jedoch durch deutlich rückläufige Ausrüstungsinvestitionen gebremst. Die sei möglicherweise auf „Verunsicherungen im Zusammenhang mit der Schuldenkrise im Euroraum“ zurückzuführen.

Mit Material von dpa

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