Monatsbericht Juli
EZB signalisiert weiter keinen Handlungsbedarf

Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet im Zuge des Ölpreisanstiegs nur einen vorübergehenden Inflationsschub und sieht daher auch weiter keinen Handlungsbedarf.

HB FRANKFURT. In ihrem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht Juli signalisierten die Währungshüter den Finanzmärkten einmal mehr, dass sie noch keine Zinserhöhung für notwendig halten. Die Inflations- und Konjunkturaussichten stünden nach wie vor in Einklang mit Preisstabilität auf mittlere Sicht. Sollten die Energiepreise allerdings noch einige Zeit hoch bleiben, würden die Teuerungsraten wahrscheinlich länger als ursprünglich von der EZB erwartet über zwei Prozent liegen. Im kommenden Jahr werde die Inflation jedoch wieder auf die von der Notenbank angestrebte Größenordnung etwas unter zwei Prozent sinken.

„Auf kurze Sicht üben die Ölpreise weiterhin einen Aufwärtsdruck auf das allgemeine Preisniveau aus“, hieß es in dem Bericht. Im Juni hatte sich die Inflation etwas verlangsamt auf 2,4 Prozent, nachdem der starke Ölpreisanstieg die Rate im Mai noch auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren von 2,5 Prozent getrieben hatte. Der Ölpreis war in den vergangenen Monaten rasant gestiegen und hatte Rekordstände erreicht.

Der EZB-Leitzins liegt seit Juni 2003 bei 2,00 Prozent. Nach Einschätzung von Volkswirten wird die Zentralbank frühestens gegen Ende dieses Jahres die Geldpolitik straffen, um rechtzeitig einem übermäßigen Preisanstieg im Konjunkturaufschwung entgegenzuwirken. Der EZB-Rat sei weiter zuversichtlich, dass sich die wirtschaftliche Erholung im Euro-Raum fortsetzen werde, wird im Monatsbericht die Erklärung von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet nach der jüngsten Zinsentscheidung wiederholt.

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