Nach der EZB-Entscheidung
Trichet schlägt keine harte Gangart ein

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird nach Worten ihres Chefs Jean-Claude Trichet die Zinsen im Euro-Raum weiter erhöhen, wenn sich Konjunktur und Preisniveau weiter dem Szenario der Zentralbank entsprechend entwickeln.

HB FRANKFURT. „Wenn sich unser Szenario bestätigt, ist ein weiterer Entzug der geldpolitischen Unterstützung (für die Konjunktur) erforderlich“, sagte Trichet am Donnerstag auf der Pressekonferenz nach der EZB-Ratssitzung in Madrid. Die EZB geht davon aus, dass sich die Wachstumsrate im Euro-Raum weiter einer Rate in Höhe des Potenzialwachstums von zwei Prozent annähert. Zudem sieht die Zentralbank auch nach der jüngsten Zinserhöhung weiter Risiken für die Preisstabilität.

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Die Zentralbank erhöhte den Schlüsselzins wie erwartet um 25 Basispunkte auf 2,75 Prozent. Trichet betonte, der EZB-Rat habe sich weiter nicht vorab auf die weiteren geldpolitischen Schritte festgelegt und ließ damit den Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung offen: „Es gibt keine bedingungslose Festlegung - wir tun, was angemessen ist, um den Inflationsrisiken zu begegnen und die Preisstabilität zu sichern auf mittlere Frist.“

Der Euro gab nach Bekanntgabe des Beschlusses zum Dollar auf Kurse um 1,2730 etwas nach, da einige Marktteilnehmer mit einer stärkeren Zinserhöhung gerechnet hatten. Auch der Bund-Future gab frühere Kursgewinne zum Teil ab. Die Aktienmärkte reagierten kaum. Der Bundesverband Öffentlicher Banken begrüßte die Zinserhöhung. Die Inflation sei gestiegen und die Konjunktur habe sich deutlich belebt.

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