Nach heftigem Dezember-Anstieg: Industrie leidet unter sinkender Inlandsnachfrage

Nach heftigem Dezember-Anstieg
Industrie leidet unter sinkender Inlandsnachfrage

Die deutsche Industrie musste nach einem deutlichen Auftragsplus Ende vergangenen Jahres überraschend wieder einen Dämpfer hinnehmen. Im Januar gingen die Auftragseingänge in der Industrie gegenüber Dezember nach vorläufigen Angaben um 3,4 % zurück, teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Freitag in Berlin mit.

HB BERLIN. Aus dem Inland gingen mit einem Minus von 7,1 % weit weniger Bestellungen ein als im Dezember. Dagegen legten die Ordereingänge aus dem Ausland erneut leicht um 0,8 % zu.

Der Januar-Rückgang sei vor dem Hintergrund des „ungewöhnlich kräftigen Anstiegs“ im Dezember von 7,6 % zu sehen, hieß es weiter. Damals habe es einen deutlich überdurchschnittlichen Umfang an Großaufträgen gegeben. Die Entwicklung der Auftragseingänge in den letzten Monaten signalisiert laut Wirtschaftsministerium „insgesamt eine nach wie vor rege Bestelltätigkeit in der Industrie mit anhaltend kräftigen Impulsen vor allem aus dem Ausland“.

Die Auftragseingänge zählen wie die Produktionszahlen zu den wichtigsten Frühindikatoren für die Konjunktur. Sie können auf Grund von Großaufträgen von Monat zu Monat stark schwanken. Im Dezember trugen ungewöhnlich viele Großaufträge zum Zuwachs bei. Dennoch hatten Volkswirte Hoffnung für ein stärkeres Wirtschaftswachstum in Deutschland geschöpft.

Im weniger schwankungsanfälligen Zweimonatsvergleich erhöhte sich das Auftragsvolumen im Januar/Dezember gegenüber November/Oktober um 4,4 %. Die Inlandorder nahmen dabei um 2,8 % zu, die Auslandsbestellungen stiegen um deutliche 6,1 %. Das entsprechende Vorjahresniveau wurde im Januar/Dezember um 9,2 % übertroffen. Die Auslandsaufträge erhöhten sich dabei um 12,4 % und die Inlandsaufträge um 6,1 %.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%