Nach Kritik an EZB Weidmann warnt vor „irrationalen Inflationsängsten“

EZB-Präsident Draghi erhält Rückendeckung aus Deutschland. Bundesbank-Chef Weidmann verteidigt die Geldpolitik des Italieners. Die EZB sieht zwar eine Konjunkturerholung in Europa, der Leitzins wird aber niedrig bleiben.
Update: 16.01.2014 - 15:52 Uhr 12 Kommentare
Bundesbank-Präsident Jens Weidmann wünscht sich in der Debatte um niedrige Zinsen mehr Nüchternheit. Quelle: dpa

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann wünscht sich in der Debatte um niedrige Zinsen mehr Nüchternheit.

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FrankfurtBundesbank-Präsident Jens Weidmann hat die Geldpolitik der EZB gegen Kritik vor allem aus Deutschland in Schutz genommen. Derzeit gebe es keinen Grund von einer steigenden Teuerung auszugehen, weshalb die lockere Geldpolitik der Euro-Notenbank gerechtfertigt sei, sagte Weidmann am Donnerstag in Berlin. „Mit meinem Kollegen Mario Draghi stimme ich vollkommen darin überein, dass es keinen Grund gibt, irrationale Inflationsängste zu pflegen.“

Allerdings bleibe der Kampf gegen Inflation stets ein Thema für die Geldpolitik und dürfe nicht vernachlässigt werden: „Ich plädiere dafür, die Dinge nüchtern zu analysieren und auch langfristige Gefahren für die Preisstabilität im Blick zu behalten“, sagte Weidmann.

Genauso wenig wie ein Anstieg der Preise zu erwarten sei, scheine ein Abrutschen der Preise auf breiter Front gegenwärtig wahrscheinlich, sagte Weidmann. Angesichts der konjunkturellen Lage sei damit das Risiko einer deflationären Entwicklung in der gesamten Euro-Zone „begrenzt“. „Auch dieses Gespenst löst sich bei nüchterner Betrachtung in Luft auf.“

So wie es aussieht, wird sich Weidmann länger mit der Euro-Politik auseinandersetzen dürfen. Jedenfalls will er noch lange an der Spitze der Bundesbank ausharren. „Ich möchte erst einmal bleiben. Wenn eine zweite Amtsperiode möglich ist, bleibe ich gerne noch länger“, sagte Weidmann am Donnerstag in Berlin. Sein Mandat endet 2019. Mit einer zweiten Amtszeit würde er die Bundesbank sogar bis 2027 führen. Dies liegt aber nicht alleine in seiner Hand, da die künftige Bundesregierung in dieser wichtigen Personalie das Vorschlagsrecht hat.

Die Frage eines Wechsels zu einer Geschäftsbank stelle sich für ihn nicht, betonte Weidmann. Sein Vorgänger Axel Weber hatte im Streit über die Krisenpolitik der EZB 2011 das Handtuch geworfen und war nach einer Karenzzeit zum Schweizer Geldhaus UBS gewechselt.

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12 Kommentare zu "Nach Kritik an EZB: Weidmann warnt vor „irrationalen Inflationsängsten“"

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  • <<<<Wenn selbst Herr Weidmann plötzlich dieser Ansicht ist, ist höchste Alarmbereitschaft geboten! So etwas sagt Herr Weidmann sicher nicht aus freien Stücken heraus.<<<<

    Ganz genau!!! das ist der wichtigste Punkt hier.

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    Na klar ,die armen Sparschweine müssen die falsche Merkel /Draghi Politik bezahlen .

    Hätte man damals die Schuldenländer aus dem Euro raus geschmissen ,hätten wir jetzt nicht dauernd eine konstante Untergangsstimmung der Währung .

    Griechenland hängt voll am Dauertropf. Diese Zustände können nicht auf lange Zeit existieren .

    Ach ja die liebe Inflation , sie wird wohl in der nächsten Zeit mit voller Wucht auf die Deutschen einschlagen .Das Versagersystem braucht deutsches Volkes-
    Geld.

    Anders läuft der Euro-Bankrottladen nicht mehr.

    Dann zahlt mal schön ihr lieben Chaos-Wähler .

    :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

  • Wenn die Zinsen bei +- 0% sind ist das Geld doch eigentlich nichts mehr wert?
    Also müssen die Waren teuer werden?
    Die Sparer erhalten keine Zinsen mehr und verlieren täglich durch die logische Inflation.
    Dazu kommt die Gefahr von Deflation, weil der Absatz von Waren stagniert und die Preise fallen.
    Die Börsen jubeln sich fiktiv mit 0%-Zinsspakulationen hoch.

    Das hatten wir alles schon mehrfach in der Geschichte.
    Und es ging jedes Mal schief.
    Wenn man als Notenbank die Zügel loslässt, kann man die Pferde nicht mehe parieren. Bevor die Kutsche umstürzt, sollt eman einen Absprung schaffen, bevor man unter die Räder kommt.
    RETTE SICH WER KANN !

  • Wenn selbst Herr Weidmann plötzlich dieser Ansicht ist, ist höchste Alarmbereitschaft geboten! So etwas sagt Herr Weidmann sicher nicht aus freien Stücken heraus. Die Vorbereitungen zur entgültigen, vollständigen Enteignung durch gezielte Hyperinflation, Währungsreform, Zwangsanleihen, Vermögensabgaben etc. sind dementsprechend im Hintergrund so gut wie abgeschlossen (beschlossen ja wohl schon länger). Wir sollten aufwachen und uns nicht durch eine "berechnete" (oder eher "berechnende"?) Inflationsrate des Bundesamts für Statistik einlullen lassen. Es ist höchste Zeit seine Habseligkeiten so gut es geht zu retten!

  • Doch es gibt eine Alternative: "AfD". Unverbraucht, klare Kante und europakritisch. Das ist mehr als alle Blockparteien anbieten. Ändern kann man nur etwas, wenn Gegendruck gewählt wird. Je mehr, umso besser!

  • Wer die deutschen Vermögensvorsorgen fürs Alter über eine unnötige Zinspolitik milliardenschwer beraubt, sollte nicht einem Draghi ("blackrock" lässt grüßen) das Wort reden! Betrogen sind die deutschen Bürger! Massiv! So macht weder der Einheitseuro noch die Diktat-EU Sinn. Im Mai ist Zahltag! Die Politik kann die Wahrheit nicht mehr ausblenden!

  • Niemand beabsichtigt hier eine Mauer zu errichten und die Erde ist eine Scheibe…
    Lasst euch nur weiter einlullen und eure bunten Scheinchen bei der Bank;–)

  • Was will er damit sagen:"Liebe Deutsche,sehr geehrtes Idiotenvolk gebt euch keiner Illusion hin, für euch wird sich kein Sparen mehr lohnen. Sagt adieu zu euer Altersvorsorge, die wird es nur noch für Beamte und Politiker geben. Aber dafür habt ihr jetzt mehr Europa. Dafür lohnt es sich zu arbeiten, es ist ja alternativlos."

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Nicht Draghi sollte dafür zur Verantwortung gezogen werden, sondern unsere Regierung und unsere "etablierte Politik", die diesen EU-Bürokraten immer wieder nach dem Mund reden und wider das Interesse der eigenen Bevölkerung handeln.

    Und das hat letztlich der Wähler in der Hand. Dieser muß sich an die Nase fassen. Leider aber lässt dieser sich ja immer wieder von absurd-idiotischen Phrasen a la Laschet, Merkel und Co. einlullen anstatt seinen verstand zu gebrauchen.

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