Konjunktur
Nach Schuldenerlass: Weltbankchef Wolfowitz informiert sich in Afrika

Kurz nach dem historischen Schuldenerlass der G8-Staaten für zahlreiche afrikanische Länder hat Weltbankchef Paul Wolfowitz eine einwöchige Reise durch Afrika begonnen. Am Montag wollte er mit Nigerias Präsident Olusegun Obasanjo zusammentreffen.

dpa ABUJA/NAIROBI. Kurz nach dem historischen Schuldenerlass der G8-Staaten für zahlreiche afrikanische Länder hat Weltbankchef Paul Wolfowitz eine einwöchige Reise durch Afrika begonnen. Am Montag wollte er mit Nigerias Präsident Olusegun Obasanjo zusammentreffen.

Nigeria zählt nicht zu den Ländern, die von dem Schuldenerlass der führenden Industrienationen und Russlands profitieren werden. Der frühere amerikanische Vize-Verteidigungsminister hat sich die Bekämpfung der Armut in Afrika auf die Fahnen geschrieben. Wolfowitz will nach Nigeria auch Burkina Faso, Ruanda und Südafrika besuchen. Der 61-Jährige ist seit Anfang Juni Präsident der Weltbank.

Er wolle „von afrikanischen Politikern und von der Bevölkerung hören, was der Kontinent noch tun kann, um die Armut zu reduzieren“, sagte Wolfowitz vor seiner Reise. „Afrika braucht die Weltbank in besonderer Weise, und ich meine, die Weltbank hat eine besondere Rolle in Afrika zu spielen“, sagte er dem südafrikanischen Rundfunk.

Bei dem am Wochenende auf dem Londoner G8-Treffen vereinbarten Schuldenerlass geht es um Verbindlichkeiten von weltweit 37 Ländern in Höhe von insgesamt 55 Mrd. Dollar (rd. 44 Mrd Euro).

Bundesfinanzminister Hans Eichel bezeichnete die Vereinbarung als "historisch", während der britische Finanzminister Gordon Brown, der maßgeblich an dem positiven Abschluss beteiligt war, den Schuldenerlass als den umfassendsten im weltweiten Kampf gegen die Armut nannte.

Das Ergebnis des Londoner Treffens werde die Grundlage für den G8-Gipfel der Staats- und Regierungschefs vom 6. bis 8. Juli im schottischen Gleneagles sein. Dort wollten diese „ein neues und besseres Verhältnis, eine neue Übereinkunft zwischen den reichen und armen (Ländern) dieser Welt schaffen“, sagte Brown.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%