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Ankauf von Staatsanleihen: Fed prüft weitere Öffnung der Geldschleusen

Den USA droht ein Teufelskreis aus sinkenden Preisen und Löhnen, der Japan rund zwei Jahrzehnte zu schaffen gemacht hat. Eine Deflation kann nach Einschätzung von Experten nur verhindert werden, wenn die Fed schnell und entschlossen die Geldmenge vergrößert. Dazu scheint die US-Notenbank inzwischen bereit zu sein.

Die Fed hatte in der vergangenen Woche einen Kurswechsel vollzogen und angekündigt, Geld aus fällig gewordenen Immobilienpapieren zu reinvestieren und neue Staatsanleihen zu kaufen. Quelle: ap
Die Fed hatte in der vergangenen Woche einen Kurswechsel vollzogen und angekündigt, Geld aus fällig gewordenen Immobilienpapieren zu reinvestieren und neue Staatsanleihen zu kaufen. Quelle: ap

HB ROGERS. Die US-Notenbank könnte nach Einschätzung eines führenden Fed-Vertreters künftig verstärkt auf den Ankauf von US-Staatsanleihen setzen. Ein Ausbau der bereits laufenden Maßnahme sei gegenwärtig zwar noch nicht notwendig, weil von einem anhaltenden Wirtschaftswachstum ausgegangen werde, sagte der Chef der Federal Reserve Bank von St. Louis am Donnerstag. Bei weiteren Anzeichen für nachlassenden Preisdruck sollte die Notenbank aber nicht mit dem Einsatz der ihr noch zur Verfügung stehenden Instrumente der Geldpolitik zögern.

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Die Fed hatte in der vergangenen Woche einen Kurswechsel vollzogen und angekündigt, Geld aus fällig gewordenen Immobilienpapieren zu reinvestieren und neue Staatsanleihen zu kaufen. Damit stoppte die US-Notenbank unter dem Eindruck der nur zähen Konjunkturerholung in den USA und der andauernden Misere am Arbeitsmarkt den begonnenen Ausstieg aus ihrer Krisenpolitik. Sie hält also die Unterstützung für die Wirtschaft aufrecht, anstatt sie wie zunächst geplant langsam abzubauen.

Bullard warnte am Donnerstag zudem davor, dass sich die Schuldenkrise in Europa wieder verschärfen könnte. Die Sorgen um die Zahlungsfähigkeit europäischer Staaten hätten sich inzwischen zwar gelegt, sagte der Notenbanker. Sollten sich die Regierungen aber nicht an ihre Sparzusagen halten, könnten die Probleme zurückkehren.

Bullard gilt eigentlich als Verfechter einer strengen Anti-Inflationspolitik. Doch unlängst schockierte er die Finanzmärkte mit der Warnung, dass das Risiko einer Deflation steige. Den USA drohe ein Teufelskreis aus sinkenden Preisen und Löhnen, der Japan rund zwei Jahrzehnte zu schaffen gemacht hatte, sagte Bullard.

Nach Einschätzung der Ratingagentur Standard & Poor's kann eine Deflation verhindert werden, wenn die Fed schnell und entschlossen die Geldmenge vergrößert. Derzeit sei die Wahrscheinlichkeit eines andauernden Rückgangs der Verbraucherpreise gering. Ein Abgleiten in eine neue Rezession, ein W-förmiger Verlauf der Konjunkturkurve also, könnte aber zu einer Deflation führen.

  • 20.08.2010, 12:23 UhrAnonymer Benutzer: 18-formatic

    Singale gibt es immer wieder.
    .
    Nicht mehr schön Reden über die Krise.
    .
    Der explodierende ballon schwebt nicht mehr weit oberhalb der Welt.
    Aber nicht langsam sondern schnell ein Handtuch auf dem Platz der Deckung legen.
    Platz schon gesichert?
    Zeit wird es.

  • 20.08.2010, 11:05 UhrAnonymer Benutzer: george.orwell

    Prima! Um so schöner wird der Knall wenn der ballon platzt!

    Hier noch eine interessante Meinung zum Thema iNFLATiON aus dem "Cicero":

    "Das blähen der Vermögenspreise ab 2002 und wieder ab März 2009 mit dem „traumhaften“ Anstieg der Aktien- und Rohstoffbörsen wird nicht als inflation verstanden, weil die an den Preisen für Kühlschränke gemessen wird. Wer aber Konsumgüter kaufen will, kommt nie und nimmer an den Nullzins der Zentralbank. Stattdessen büßt er in der Krise Lohn ein, weshalb die verschuldeten Kühlschrankproduzenten die Preise senken müssen. Diese Deflation gedeiht direkt neben der inflation der für Nullzinsgeld gekauften Vermögen.

    Als Medizin gegen diese Deflation soll noch mehr und noch niedriger gezinstes Zentralbankgeld helfen, das doch wieder nur in Vermögen geht und die dann lehrbuchartig inflationiert."

    Der gesamt Artikel ist hier:

    http://www.cicero.de/97.php?ress_id=6&item=4476

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