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Arbeitmarkt: Obama plant Gipfel gegen Jobkrise

Die US-Arbeitslosenquote ist so hoch wie seit fast 27 Jahren nicht mehr. Nun will Amerikas Präsident Barack Obama die Probleme angehen: Für Dezember kündigte er einen Job-Gipfel an. Eine leichte Entspannung brachten aktuelle Arbeitsmarktdaten.

Kündigt den Job-Gipfel an: US-Präsident Barack Obama. Quelle: Reuters
Kündigt den Job-Gipfel an: US-Präsident Barack Obama. Quelle: Reuters

HB WASHINGTON. Die Regierung sei zwar mit klaren Schritten gegen die Wirtschaftskrise vorgegangen, sagte Obama am Donnerstag in Washington kurz vor Beginn seiner Asienreise. „Das Wirtschaftswachstum hat aber nicht zu einem Beschäftigungswachstum geführt, das wir so dringend brauchen.“

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Die hohe Arbeitslosigkeit sei eine große Herausforderung für die Regierung. Auf dem Job-Gipfel sollen Konzernchefs, Gewerkschaftsbosse, Mittelständler und Ökonomen mit der Regierung nach Lösungen suchen. Dabei gehe es aber nicht um ein weiteres Konjunkturpaket, sagte ein Regierungsvertreter.

Obama sagte mit Blick auf die hohe Arbeitslosigkeit: „Das ist eine Herausforderung, der sich meine Regierung entschlossen stellen will.“. Es gebe Grenzen, was der Staat leisten könne und solle. „Aber wir haben eine Verpflichtung, jeden zusätzlichen verantwortungsbewussten Schritt zu unternehmen, um die Schaffung von Jobs in diesem Land zu fördern.“ Seit Beginn der Rezession im Dezember 2007 fielen in den USA mehr als acht Millionen Jobs weg. Im Oktober hatte die größte Volkswirtschaft der Welt 190 000 Stellen eingebüßt, deutlich mehr als von Ökonomen erwartet. Fachleute rechnen erst im Laufe des nächsten Jahres mit einem allmählichen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Über die vergangenen Monate hat sich das Tempo der Jobverluste allerdings deutlich verringert.

Derzeit liegt die Arbeitslosenquote in den USA mit 10,2 Prozent so hoch wie seit fast 27 Jahren nicht. Jüngste Daten vom Arbeitsmarkt bezeichnete Obama aber als vielversprechende Signale: Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fiel auf den niedrigsten Stand seit Januar. In der Woche zum 7. November seien die Anträge auf 502 000 von revidiert 514 000 in der Vorwoche zurückgegangen, teilte das Arbeitsministerium mit. Damit ist die Zahl der Anträge bereits die zweite Woche in Folge rückläufig. Von Reuters befragte Volkswirte hatten für die erste Novemberwoche mit 510 000 Erstanträgen gerechnet.

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