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Arbeitslosenzahl steigt: Schon fünf Millionen Spanier ohne Job

Die Euro-Krise belastet den Arbeitsmarkt in Spanien weiter massiv. So stieg die Zahl der Arbeitslosen nach Regierungsangaben im Januar auf fast Millionen Menschen – das sind gut acht Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

Arbeitslose stehen Schlange vor einem Arbeitsamt in Madrid. Quelle: dpa
Arbeitslose stehen Schlange vor einem Arbeitsamt in Madrid. Quelle: dpa

MadridIm krisengeschüttelten Spanien sind nach Angaben der Regierung derzeit knapp fünf Millionen Menschen ohne Arbeit. Die Zahl der Arbeitslosen sei im Januar im Vergleich zum Vormonat um 2,7 Prozent auf 4,98 Millionen Menschen angestiegen, teilte das spanische Arbeitsministerium am Montag mit. Dies seien gut acht Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

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Die Zahlen des Ministeriums unterscheiden sich aufgrund einer anderen Bemessung von denen der Nationalen Statistikbehörde Ine. Diese hatte die Zahl der Arbeitslosen für Dezember mit fast sechs Millionen angegeben. Damit lag die Arbeitslosenquote zum Jahreswechsel bei gut 26 Prozent.

Konjunktur Spanien rutscht tief in die Rezession

Die Leistung der spanischen Wirtschaft ist zum Jahresende stärker geschrumpft – so stark wie seit dem Ausbruch der Wirtschaftskrise nicht mehr. Für 2013 gibt sich der spanische Wirtschaftsminister aber optimistisch.

Konjunktur: Spanien rutscht tief in die Rezession

Spanien leidet seit längerem unter den Folgen einer im Jahr 2008 geplatzten Immobilienblase und hat sich deshalb ein rigoroses Sparprogramm mit Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen verordnet. Die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone befindet sich seit Ende 2011 in der Rezession, die sich zum Ende des vergangenen Jahres noch einmal verschärft hat.

  • 14.02.2013, 11:45 UhrFlx

    Ein Land mit 26% Arbeitslosigkeit kann langfristig nicht ueberleben und Spanien keine Industrie um das zu anedern!

  • 11.02.2013, 14:23 UhrAlfred

    Die Spanier haben noch nie seit der Entdeckung Amerikas eine sich selbst tragende Wirtschaft besessen. Das Gold der mittelamerikanischen Ureinwohner und die weitere Ausplünderung dieser und anderer Gebiete durch die "allerchristlichsten" Spanier sind über Jahrhunderte der Kern der spanischen "Wirtschaft", einhergehend mit einer feudalen Gesellschaftsstruktur.

    Eine Industrieorganisation mit wettbewerbsfähigen Unternehmen wurde niemals aufgebaut. Der Oberschicht ge-
    nügte der Besitz und ihre Privilegien. Die Masse der klei-
    nen Leute, bevorzugt vom Klima, genügte die Landwirt-
    schaft und ihre kleinen Schummeleien.
    Ausländische Investitionen, z.B. VW in Seat, und die Fer-
    tigung vor Ort suggerierten für ein Jahrzehnt einen spa-
    nischen Wirtschaftsaufschwung.
    Der teure Euro, diese europäische Meisterleistung der
    Selbst-Demontage, brachte dann wieder die Realität an den
    Tag, aufgeblasene Banken und Immobilien ohne Käufer! Der
    große Rest ist genauso schwach wie vor dem "Euro" und vor
    dem kurzen Investitionsboom, nur jetzt mit dem viel zu
    starken Euro, statt mit der "passenden" Pesete.
    150 Jahre fehlende Industrieentwicklung mit entsprechen-
    der Arbeitsmoral sind nicht in wenigen Jahren aufzuholen,
    auch wenn man wollte!
    Aber will man? Wenn ja, sollte man den Euro-Raum schnell-
    stens verlassen und ohne Inka-Gold und Euro-Transfers sich auf die eigenen Füße "hochentwickeln"! Wird aber hart!

  • 06.02.2013, 14:07 UhrRalf

    Aber laut Merkel ist Spanien auf einem guten Weg, was meinte Sie damit? Nachrichten werden in Deutschland über die EU anscheind nur noch gesendet wenn der Karton schon lichterloh brennt, aber dem Michel ist Fußball in den Nachrichten wichtiger, erst wenn das Sofa und das Bier brennt wird er aufwachen.

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