Arbeitsmarkt
Deutsche Arbeitslosenzahl fällt unter drei Millionen

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im März um 85.000 auf 2,932 Millionen gesunken. Das sind 123.000 weniger als vor einem Jahr. Allerdings ist ein Rückgang der Arbeitslosigkeit im März keine Überraschung.
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NürnbergDie Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im März erstmals seit Dezember vorigen Jahres wieder unter die Marke vor drei Millionen gesunken. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) registrierte 2,932 Millionen Erwerbslose, wie die Behörde am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Das waren 85.000 weniger als im Februar und 123.000 weniger als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote ging leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 6,8 Prozent zurück. Das ist die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem März seit 24 Jahren. „Die günstige Entwicklung am Arbeitsmarkt hält an“, erklärte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. „Das liegt an der guten Konjunktur und der einsetzenden Frühjahrsbelebung.“

Ein Rückgang der registrierten Arbeitslosigkeit ist im März üblich, weil in der Regel mit dem Nachlassen des Winterwetters die Beschäftigung in den Außenberufen wie am Bau zunimmt. In diesem Jahr fiel die Abnahme etwas höher aus. Unter Herausrechnung der jahreszeitlichen Schwankungen ging die Arbeitslosenzahl laut BA um 15.000 im Vergleich zum Februar zurück. Experten hatten eine Abnahme um 12.000 erwartet.

In den Euro-Ländern ist die Arbeitslosenquote weiter leicht auf 11,3 Prozent im Februar gesunken. Dies ist im Euro-Raum die niedrigste Quote seit Mai 2012, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Dienstag mitteilte. Für den Januar korrigierten die Statistiker die Zahl auf 11,4 Prozent von zuvor errechneten 11,2 Prozent nach oben.

In den 19 Staaten mit der Gemeinschaftswährung waren insgesamt 18,204 Millionen Frauen und Männer ohne Job. Die niedrigste Quote hatte Deutschland mit 4,8 Prozent. Am höchsten lag die Quote in Griechenland mit 26 Prozent, dies allerdings nach den verfügbaren jüngsten Zahlen vom Dezember.

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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Quo Vadis EU?
    Deutschland hat einen Leistungsbilanzüberschuss von 220 Milliarden in 2104 und fast soviel die letzte zwanzig Jahren, das alles mit Ländern die ihren Leistungsbilanzdefizit über Kredite finanziert haben. Es wird jetzt nicht nur für Deutschlands Banken gefährlich. Irgendwann gibt es ein zweites und drittes Griechenland und da wird die EZB die deutsche Banken, in dem sie die faule Kredite übernimmt, nicht mehr retten wollen und können.
    Frage an die Fanatiker des Leistungsbilanzüberschusses Zweck Vollbeschäftigung; was haben sie sich dabei gedacht die ganze Jahre als sie die Vollbeschäftigung in Deutschland über den Leistungsbilanzüberschuss erreicht haben?
    Irgendwie erinnert mich das ganze an die Lösung des Problems "Lebensraum" für Deutsche, Lebesraum den Freundchen Adolf einfach den Nachbarn wegnehmen wollte!
    Eine letzte Frage sei mir erlaubt, wäre es mathematisch möglich dass alle Länder die Vollbeschäftigung à la manière Deutschland erreichen?
    Man muss kein Mathe-Genie sein um darauf antworten zu können, oder?

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